ALDI-Nord-News

ALDI Nord lässt es bei der Expansion im Ausland richtig krachen!

Dieser Beitrag ist Teil 105 von 107 in der Serie Aldi

ALDI Nord expandiert kräftig – Polen, Spanien und Frankreich stehen an erster Stelle.

ALDI Nord will nun kräftig wachsen und plant im aktuellen Geschäftsjahr so viele neue Standorte wie seit Jahren nicht mehr. Der Grund liegt auch darin begründet, dass ALDI im Ausland, außer in den Ländern Niederlande und Belgien, keine TOP- Positionen bei den Marktanteilen innehat. Nun will man sich vorrangig auf die Länder Frankreich, Spanien und Polen in der Expansion konzentrieren. Noch bis zum Jahresende will ALDI  in diesen drei Ländern zahlreiche neue Filialen eröffnen. Hier sollen die Standorte produktiver sein und die Präsenz soll erhöht werden. In Polen geht bereits in der nächsten Zeit der 300. Markt ans Netz. ALDI muss in Polen noch einige Aufholarbeit leisten, da andere Discounter wie Lidl und Biedronka (der zur portugiesischen Gruppe Jeronimo Martins gehört) bereits mit etwa 700 bzw. 3300 Filialen im Lande vertreten sind.

Im Jahre 2022 eröffnete ALDI  Polska 50 neue Geschäfte und eine zweite Lagerhalle. Demnächst soll noch ein neues Logistikzentrum aufgebaut werden. Auch in den Auslandsmärkten Frankreich und den Niederlanden konnten bereits neue Logistikzentren erweitert oder auch neu aufgenommen werden.

Auch Spanien soll Wachstumsmotor sein.

Wie auch in Polen, will ALDI Nord auch in Spanien stark expandieren. Hier ist Lidl wesentlich besser am Start und erreicht aktuell einen Marktanteil von gut sechs Prozent. ALDI liegt hier bei ca. drei Prozent. Um hier besser aufgestellt zu sein, hat ALDI nun zwei neue Distributionszentren im Norden des Landes und in Nähe der 

spanischen Hauptstadt Madrid, aufgebaut. Ziel von ALDI Nord ist es, im kommenden Jahr durch Neueröffnungen auf gesamt ca. 450 ALDI- Märkte zu kommen. Bis zum Jahr 2026 will der Discounter ca. 6.000 Filialen betreiben. In Frankreich ist das Tempo der Expansion noch schneller. Bis zu 100 neue Märkte sollen für das nächste Jahr in der Planung stehen. Dazu muss man sagen, dass auch einige Bestandsmärkte noch ersetzt werden. Das Besondere in Frankreich ist für ALDI auch, dass alle Standorte meist eine Verkaufsfläche von 1.000 QM haben.

Die Expansion ist auch deshalb in Europa für ALDI wichtig, hatten man erst zu Beginn diesen Jahres den Markt in Dänemark mit 188 Filialen aufgegeben. Besser dagegen sieht es in den Vereinigen Staaten aus. Hier konnte ALDI erst vor wenigen Wochen im Südosten der USA rund 400 Supermärkte aufkaufen.  Der Discounter übernahm vom Supermarkt-Konzern Southeastern Grocers die Ketten Winn-Dixie und Harveys in den Bundesstaaten Alabama, Florida, Georgia, Louisiana und Mississippi. Während einige Märkte unter ihrem bisherigen Namen weiterbestehen sollen, werden andere noch in ALDI- Geschäfte umgewandelt. Die Übernahme soll im ersten Halbjahr 2024 abgeschlossen werden.

Prominente Köpfe im neuen Aufsichtsrat

Seit Mitte Oktober gibt es auch im Führungsgremium einige Veränderungen. Gründersohn Theo Albrecht junior, der bisher als Mitglied des Verwaltungsrats an der Führung des Geschäfts beteiligt war, wechselt in den sechsköpfigen Aufsichtsrat und wird dort Ehrenvorsitzender. Dort kontrollieren neben Vertretern der beiden Familienstämme von Aldi Nord nun auch zwei externe Experten das Unternehmen.

Neue Aufsichtsrätin ist Tina Müller, die insbesondere Marketingerfahrung in das Gremium einbringt. Die Topmanagerin hatte jahrelang die Parfümkette Douglas geführt und ist seit Oktober Chefin des Naturkosmetikherstellers Weleda. Bekannt wurde sie als Marketingchefin von Opel mit dem Slogan „Umparken im Kopf“. Der andere neue Aufsichtsrat ist Frank Mattern, bis 2017 Deutschlandchef der Unternehmensberatung McKinsey. Er ist extrem gut vernetzt in der deutschen Wirtschaft und ist unter anderem auch Aufsichtsratsvorsitzender von Morgan Stanley Europe.

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Fotos:Archiv Supermarkt-Inside

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