Aldi Süd

ALDI Süd in den USA auf Expansionskurs, 400 neue Märkte!

Dieser Beitrag ist Teil 103 von 114 in der Serie Aldi

ALDI Süd in den USA auf Expansionskurs – Übernahmen von 400 Supermärkte im Südosten der USA.

Jeff Greenberg | Universal Images Group | Getty Images

Der Discounter Aldi baut sein Filialnetz in den USA mit einer größeren Übernahme aus. ALDI Süd übernimmt die Supermarktketten Winn-Dixie und Harveys Supermarket, die ihren Schwerpunkt im Südosten der Vereinigten Staaten haben. Die Märkte befinden sich in den Bundesstaaten Alabama, Florida, Georgia, Louisiana und Mississippi. Es steht aktuell noch nicht fest, welche Filialen unter ihrem bisherigen Namen weiter bestehen blieben und welche auf ALDI um geflaggt werden. Die Übernahme soll im ersten Halbjahr 2024 abgeschlossen sein.

Aldi US – 2.400 Märkte in 2023

Aldi in Florida Foto: Supermarkt-Inside

Laut dem ALDI- Chef in den USA Jason Hart, soll die Expansion weiter voran getrieben werden. Es gab bereits Pläne, dass 120 neue Filialen kommen sollten, nun konnte mit der Übernahme das Planziel schon übertroffen werden. ALDI ist bereits seit 1976 in den Vereinigten Staaten aktiv und hatte im letzten Jahr schon 2.258 Standorte. Die ALDI-Läden in dem Land gehören ALDI Süd, während ALDI Nord in den USA die Kette Trader Joe’s besitzt, die ebenso wie das Mutterhaus auf preisgünstige Lebensmittel spezialisiert ist. Bis zum Jahresende will man 2.400 Märkte kommen, was durch den Zukauf mehr als realistisch ist. So rechnet ALDI mit einem Umsatz von rund 8 Milliarden Dollar (7,34 Milliarden Euro).

Ob Aldi Nord und Süd seine Geschäfte in den USA jemals zusammen werfen und eine gemeinsame starke Handelsorganisation aufstellen bleibt noch abzuwarten. Aber nur logisch wäre es….

ALDI Süd in den USA auf dem Vormarsch.

Foto: Supermarkt-Inside

Der deutsche Discounter ist schon seit einigen Jahren auf einem guten Weg in den USA und einer der am schnellsten wachsenden Lebensmittelhändler des Landes. Das Image von ALDI ist in USA sehr gut, so dass nicht nur einkommensschwache Menschen, die nach günstigen Schnäppchen suchen, kommen, sondern mittlerweile viele Kunden und Kundinnen aus der Mittelschicht und aus einkommensstarken Gruppen. Bereits 2015 hatte zum Beispiel ALDI Süd hier 66 – Bottom-Dollar- Filialen zugekauft, die jedoch teils an andere Händler weitervermietet wurden. 

Im Südosten der USA ging es für ALDI in den Neunziger Jahren richtig los. Ähnlich wie auch vor Jahren in Deutschland, ist auch in den USA der Trend nach Eigenmarken wesentlich stärker geworden. Das Image, Eigenmarken sind „Billigware“ oder von minderer Qualität, konnte ALDI auch in den USA abschütteln. Der Discounter bietet wöchentlich wechselnde, zeitlich begrenzte Artikel an, die in den USA als „Aldi Finds“ bekannt sind. In Deutschland handelt es sich dabei um die zeitlich begrenzten Sonderaktionen im sogenannten „Non-Food-Bereich“, zum Beispiel bei Kleidung, Spielsachen, Bürobedarf und ähnliches. 

Aldi US wächst…

Aldi in Florida Foto: Supermarkt-Inside

ALDI ist in den Vereinigten Staaten noch nicht so groß, wie viele Mitbewerber. Durch den aktuellen Zukauf könnte ALDI jedoch in die TOP 20 gelangen. ALDI hatte in den letzten Jahren viel in den USA investiert, was sich nun so langsam auszahlt. Erst vor kurzem konnte ein neues Vertriebszentrum in Alabama eröffnet werden. Nun wartet man darauf, dass der aktuelle Deal der beiden Supermarktketten bald von den Behörden abgesegnet ist.

Was haltet ihr von diesem spannenden Thema? Bitte schreibt uns indes eure Meinung auf Supermarkt Inside.

Fotos: Archiv Supermarkt-Inside und wie gekennzeichnet

 

Serien Navigation<< #Haltungswechsel: ALDI stellt Trinkmilch komplett um!ALDI SÜD: Großes Potenzial für Projektentwicklungen >>

Trend

Nach Oben