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Aldi Nord attackiert Lidl in Frankreich

Aldi Nord attackiert Lidl in Frankreich

Frankreich bester Wachstumsmarkt 

Aldi Nord übernimmt in Frankreich 547 „Leader-Price“-Filialen und drei Lager vom Konkurrenten Groupe-Casino. Damit wächst Aldi im französischen Markt auf mehr als 1.400 Filialen. Auch erhöht er seinen Anteil im LEH von 2,5 auf 4,5 Prozent. Es ist ein 717-Millionen-Deal. Somit der größte Zukauf in der Firmengeschichte. Die Wettbewerbsbehörden haben abschließend zugestimmt. Darüber hinaus beginnt nun die Aufholjagd zu Lidl. Aldi Nord attackiert Lidl in Frankreich vor allem mit der Filialanzahl.

Lidl wird attackiert, bleibt aber französischer Marktführer

Mit dieser Übernahme baut Aldi Nord seine Marktposition in Frankreich aus. Er zieht damit in der Filialanzahl fast gleich mit Lidl. Diese haben zirka 1.500 Filialen in Frankreich. Jedoch ist Aldi Nord mit dem Umsatz noch weit entfernt. Lidl macht zirka 12,2 Mrd. Euro Bruttoumsatz. Damit macht Lidl in etwa noch doppelt so viel Umsatz. Es ist also erstmal der Beginn einer Aufholjagd.

 

Leader-Price-Filialen haben ursprünglich nur auf Handelsmarken gesetzt. Nach schlechter Entwicklung schwenkten sie jedoch um. Noch 2017 wurde das Konzept durch die Franzosen überarbeitet. Casino sah offenbar keine Chancen mehr das Format dauerhaft profitabel zu betreiben. Allerdings bleibt die Marke in Frankreich erhalten. Es gibt noch 200 Franchisenehmer. Deren Märkte waren nicht Teil des Deals.

Große Ziele für Aldi Nord in Frankreich

Aldi Nord hat aber große Ziele in Frankreich. Ein Meilenstein ist die Standorte auf 1900 zu erhöhen. Ein weiteres Ziel ist, dass jeder Franzose innerhalb von 15 Minuten einen Aldi-Markt erreicht. Für die kommenden zehn Jahre plant Aldi eine Verdoppelung der Standorte.

Mit der jüngsten Übernahme stieß Aldi auch in neue Regionen vor. So ist er beispielhaft in Paris besser vertreten. Außerdem hat er seine Marketingaktivitäten verstärkt. Sein Ziel dabei ist es, dass er seine Bekanntheit im Kopf der französischen Verbraucher erhöht. Dazu stellte sich Aldi zur besten Sendezeit als modernes Einkaufstätte vor. Dies trifft allerdings nicht auf alle Märke zu. Vielleicht führt der Zukauf auch dazu das Filialnetz zu bereinigen. Es gibt auch viele ältere Märkte.

Jetzt geht es aber erstmal darum 6.000 Mitarbeiter zu integrieren. Auch plant er in diesem Jahr 10-15 Märkte pro Woche umzustellen. Dafür werden die Märkte vier bis fünf Wochen geschlossen. Die Integration soll bis Ende 2021 vollzogen sein.

Mit dem Zukauf hat Aldi Nord seine Marktstellung in Frankreich ausgebaut.  Wird es ihm gelingen seinen Rivalen Lidl von Platz 1 abzulösen? Wie schätzt ihr das ein?

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Fotos: Archiv Supermarkt-Inside

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