Rewe verliert Marktanteile in Österreich. Spar, Lidl und Hofer konnten zulegen.

Der deutsche Handelskonzern Rewe hat seinen Brutto-Gesamtumsatz in Österreich 2025 mit Billa, Billa Plus, Bipa, Adeg, Penny und Rewe Austria Touristik um 2,2 Prozent auf 11,36 Milliarden Euro gesteigert. Das Lebensmittelgeschäft wuchs um 1,9 Prozent. Trotz einem guten Umsatzergebnis ging der Marktanteil von Rewe laut Marktforscher NielsenIQ um 0,5 Prozentpunkte auf 32,4 Prozent zurück. Hierbei ist zu erwähnen dass, NielsenIQ, auf dessen Daten sich die Branche stützt, Anfang April seine Marktanteilsdaten für den heimischen Lebensmittelhandel für das Jahr 2025 etwas korrigierte. Die Falschberechnung verschob sich zugunsten von Rewe und der Discounter.
Im letzten Jahr lag Mitbewerber Spar bei 36,2 Prozent und konnte um 0,4 Prozentpunkte zulegen. Rewe- Tochter Billa erreichte 2025 in Österreich lediglich ein Umsatzwachstum von 1,4 Prozent (zum Vergleich: Spar steigerte seinen Umsatz in Österreich im Vorjahr um 4,2 Prozent). Billa setzt seit 2022 auch auf selbstständige Kaufleute. Bis Ende 2025 stieg die Zahl auf 42 Billa-Kaufleute-Märkte, bis 2030 sollen es 200 sein. 2025 eröffneten 17 Kaufleute einen Supermarkt. Der Umsatz der Drogeriemarktkette Bipa wuchs im Vorjahr um 2,3 Prozent.
Auch Hofer (Aldi) und Lidl konnten in Österreich zulegen und machten zusammen einen Marktanteil von 25,7 Prozent aus, wobei Aldi den etwas größeren Wachstum verzeichnen konnte. Das der größere Anteil bei Hofer liegt, kann auch damit begründet sein, dass der Discounter seine Sortimente neu strukturiert hatte und sein Onst- und Gemüsesortiment näher im Eingangsbereich präsentiert hatte. Dazu konnte zum Umsatzschub auch beigetragen haben, dass Hofer mehr auf Bioprodukte zu Lasten von Nonfood gesetzt hatte.
Kleinere Flächen verlieren in Österreich.

Foto: StrongPoint
Der Anteil von kleineren Geschäftsformaten ging im letzten Jahr von 6,1 Prozent auf 5,7 Prozent zurück. Hier ist davon auszugehen, dass hier die Anteile noch weiter zurückgegen,. Grud dafür ist auch , dass die Uni- Gruppe ihr Supermarktgeschäft aufgegeben hatte. Rund die Hälfte der Filialen gingen an Rewe und Spar.
Andere Läden wurden geschlossen. Auch der österreichische Lebensmitteleinzelhändler M-Preis befindet sich Anfang des Jahres 2026 stark unter Druck und hatte bereits unrentable Standorte geschlossen. Hier sucht man aktuell nach neuen Investoren, um das Geschäftsmodell langfristig zu sichern.
Insgesamt legte der österreichische Markt um 2,9 Prozent zu. Die Inflationsrate lag bei Nahrungsmitteln und Getränke immer noch bei 3,7 Prozent.
Im März 2026 stiegen die Verbraucherpreise in Österreich im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres um 3,2 Prozent. Somit ist die Inflationsrate wieder etwas gesunken. Langfristig wird die Lebensmittelinflation in Österreich für 2027 auf etwa 2,30 Prozent und für 2028 auf 2,20 Prozent prognostiziert, basierend auf ökonometrischen Modellen.
Für das laufende und nächste Jahr sieht es aus, dass Spar weitere Marktanteile gewinnen könnte. Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) hatte erst Ende Januar die Übernahme von 23 ehemaligen Unimarkt-Filialen durch Spar genehmigt.
Für Rewe wird es wichtig sein, dass das Investitionspaket in Höhe von 1,5 Milliarden Euro in Österreich sich auch in Zahlen widerspiegelt. Die Summe soll vorrangig in die Modernisierung der Filialen und in ein neues teilautomatisches Warenlager investiert werden, um hier langfristig in der Erfolgsspur zu bleiben und Marktanteile zurück gewinnen zu können..
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