Aldi

Aldi verliert Marktanteile und Umsatz

Marktanteile von Aldi stark gesunken

 

Nach dem Jahr 2020 war man bei dem Discount-Primus Aldi vorsichtig optimistisch. Die Wachstumsraten waren zwar unterdurchschnittlich, dennoch konnte Aldi Nord den Umsatz um rund 430 Millionen Euro und Aldi Süd um 700 Millionen Euro steigern. Das Corona-Jahr hat jedoch die Schwächen überdeckt. Nun kommen sie wieder knallhart an die Oberfläche. Umsatzrückgängen von ca. 4 Prozent stehen im Raum. Außerdem hat Aldi Marktanteile verloren. Marktforschungszahlen sprechen von rund ca. 1 Prozent. So kann man den Rivalen Lidl, der konstante Marktanteile hat, keine Angst machen. Auch das sonst so starke Nonfood-Geschäft sorgt momentan nicht für schönere Zahlen. Die stockenden Lieferketten durch die Pandemie und den Rohstoffmangel sind ein wahres Problem für Aldi. Man versucht momentan über preisaggressive Marken-Aktionen den Umsatz nach oben zu schieben. Leider war aber auch das Jahresendgeschäft deutlich schwächer als erwartet. Die sehr gut gemachte Weihnachtskampagne hat wohl die Sichtbarkeit deutlich nach oben getrieben aber in den Kassen sah es offensichtlich nicht ganz so toll aus.

Management blickt optimistisch in die Zukunft

Trotz all dieser Zahlen blickt man in Essen und Mülheim optimistisch in die Zukunft. Einerseits geht man davon aus, dass die Kunden im nächsten Jahr wieder preissensibler werden und andererseits hofft man, dass die Konzernumbaumaßnahmen fruchten. Zeit dafür wird es langsam. Aldi Nord hat insgesamt rund 5 Milliarden Euro für Filialmodernisierungen und den Ausbau der Zentrale in die Hand genommen. Auch die Ausgaben von Aldi Süd können sich sehen lassen. Man spricht von rund 3,5 Milliarden Euro an Investitionen. So langsam sollten diese Maßnahmen auch greifen. Das Management sagt, dass sich der Erfolg bereits abzeichnet. Wir sind gespannt, ob wir das im nächsten Jahr auch sehen werden.

Plattformsysteme im Test

Ein großes Ziel ist es, den Rückstand auf Lidl beim Obst & Gemüse zu verringern. Aldi Nord hat deshalb im Juni einen Test mit Greenyard Deutschland gestartet. Der Obst & Gemüse-Lieferant soll die exklusive Versorgung von Aldi Nord über ein Plattformsystem organisieren. Momentan wertet man den Test in Essen aus. Die Experten vermuten, dass die Testphase dafür verantwortlich ist, dass Aldi Nord seine Artikelzahl auf ca. 120 reduziert hat. Im Vergleich zu den 170 Artikeln, die Lidl anbietet, ist das natürlich ein großes Delta. Auch Aldi Süd testet den Aufbau einer Frischeplattform. Die Erzeugergenossenschaft Landgard hat im Frühsommer die Versorgung von drei Regionen übernommen. Der Anfang lief alles andere als reibungslos. Aldi Süd wollte aber unbedingt an dem Projekt festhalten und bereitet nun sogar die nächsten Plattformen vor. Dazu werden die Mülheimer zeitnah Gespräche mit möglichen Partnern führen.

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Bilder: Archiv Supermarkt Inside

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