Digitale Preisauszeichnung im LEH: Wie elektronische Regaletiketten den Markt verändern

Digitale Preisauszeichnung im LEH: Wie elektronische Regaletiketten den Markt verändern

Sie finden sich in Supermärkten, im Baumarkt und im Euro-Shop: Preisschilder sind aus dem Einzelhandel nicht wegzudenken, denn sie geben Auskunft über den Preis der Ware. Nach wie vor werden häufig analoge Varianten zur Preisauszeichnung verwendet – immer beliebter werden aber auch elektronische Preisschilde.

Was sind elektronische Preisschilder und wie funktionieren sie?

Mitarbeiter im Einzelhandel haben täglich mit der Preisauszeichnung der angebotenen Waren zu tun. Hier sind seit einiger Zeit elektronische Preisschilde auf dem Vormarsch: Die kleinen smarten Helfer, die auch ESL (Electronic Shelf Labels) genannt werden, unterscheiden sich auf den ersten Blick kaum von ihren analogen Vorgängern, denn sie erfüllen genau denselben Zweck: Sie werden in der Nähe der dazugehörigen Artikel am Regal angebracht und informieren über den Preis derselben. Es handelt sich bei digitalen Preisschildern um kleine Displays, die mithilfe kabelloser Technologien wie Bluetooth oder WLAN einfach über eine entsprechende Software mit den erforderlichen Daten versehen werden. Im Geschäft werden daher keinerlei aufwendige und störungsanfällige Verkabelungen benötigt: Die zuständigen Mitarbeiter können die jeweiligen Informationen einfach per Computer oder Tablet an die ESL übermitteln, auf denen sie dann in Echtzeit dargestellt werden.

Digitale Preisauszeichnungen im Arbeitsalltag

Für Mitarbeiter im Einzelhandel bedeutet die Verwendung elektronischer Preisschilder eine Reduzierung des Arbeitsaufwands. Im Arbeitsalltag kommt es, abhängig vom Wochentag oder der Tageszeit, regelmäßig zu Preisänderungen, die möglichst direkt an die Kunden kommuniziert werden müssen. Jedes analoge Preisschild von Hand auszutauschen und die Preise so anzupassen braucht Zeit und ist zudem vergleichsweise fehleranfällig, da unter Umständen Waren vergessen oder falsche Preisänderungen verwendet werden. ESL dagegen erfassen die Informationen innerhalb weniger Sekunden und stellen die aktuellen Preise ebenso rasch dar – und das ohne das aufwendige manuelle Auswechseln der am Regal befindlichen Schilder.

Diese Features bieten elektronische Preisschilder

Die meisten bereits im Einzelhandel verwendeten ESL nutzen sogenannte E-Ink-Displays, die etwa auch bei vielen E-Readern Anwendung finden. Eine Besonderheit dieser Displays ist ihre Fähigkeit, nicht nur die Zahlen darzustellen, sondern sich auch an die jeweiligen Lichtverhältnisse anzupassen und unterschiedliche Farben sowie Schriftarten abzubilden. Das bedeutet, dass nicht nur das reine Auszeichnen der Preise auf diese Weise möglich ist, sondern auch das Hinzufügen von Zusatzinformationen. Discount- und Rabattangebote können ebenso schnell und komfortabel gekennzeichnet werden wie zum Beispiel vegetarische oder vegane Produkte – für Kunden ist es damit viel einfacher, die richtigen Artikel zu finden.

Energiesparende ESL verbrauchen wenig Strom

Sicherlich stellt sich im Zusammenhang mit elektronischen Preisschildern irgendwann auch die Frage, wie es mit dem Stromverbrauch der digitalen Helfer im Einzelhandel aussieht. Die aktuell gebräuchlichen ESL präsentieren sich dank der bereits erwähnten E-Ink-Displays sehr energiesparend und verbrauchen nur wenig Strom, der sich in den Gesamtbetriebskosten des Geschäfts kaum bemerkbar macht. Im Grunde genommen wird nur Energie benötigt, um die Preise an die Displays zu übermitteln – werden sie darauf einmal dargestellt, fällt kein kontinuierlicher Stromverbrauch an. Damit fallen digitale Preisauszeichnungen im Vergleich zu analogen Papierschildern deutlich effizienter, umweltfreundlicher und nachhaltiger aus.

Wo lassen sich digitale Preisschilder am besten verwenden?

Grundsätzlich können elektronische Preisschilder überall dort Anwendung finden, wo Waren mit Preisen ausgezeichnet werden müssen. Besonders häufig sind ESL im Einzelhandel aber dort präsent, wo schnelle Preisänderungen kommuniziert werden müssen, so zum Beispiel in der Frische- oder Backwarenabteilung: Gelten hier etwa kurz vor Ladenschluss Sonderpreise, lassen sich diese mit wenig Aufwand korrigieren. Auf Wunsch können die kleinen Displays sogar mit QR-Codes versehen werden, über welche Kunden weiterführende Informationen zu den Artikeln erhalten oder von speziellen zeitlich begrenzten Rabattaktionen profitieren können.

Fazit: Elektronische Preisschilder sind die Zukunft im Einzelhandel

Experten zufolge ist zu erwarten, dass sich digitale Etiketten im Einzelhandel in den kommenden Jahren durchsetzen und analoge Preisschilder sogar weitgehend ersetzen könnten. Die Hauptgründe dafür liegen vor allem in der Effizienz, der Umweltfreundlichkeit und dem Nutzungskomfort. Die Kundenkommunikation lässt sich mithilfe der kleinen Displays an den Regalen deutlich verbessern und zugleich moderner und interaktiver gestalten. Sowohl Mitarbeiter als auch Kunden profitieren damit gleich mehrfach von einem Einsatz elektronischer Preisschilder.

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