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ALDI UK mit Problemen bei der Expansion

Dieser Beitrag ist Teil 100 von 114 in der Serie Aldi

ALDI mit Problemen beim Ausbau seines Filialnetzes in UK. Verhinderungsstrategien auch durch andere Handelsketten?

ALDI möchte in Großbritannien weiter wachsen und hatte bereits vor einigen Monaten große Zukunftspläne veröffentlicht. Bis 2025 will ALDI rund 1.200 Filialen im Königreich eröffnet haben. Schon 2018 war das verkündete Ziel, jedes Jahr im Schnitt 60 neue Filialen zu eröffnen. ALDI ist seit 1990 bereits in Großbritannien vertreten und  beschäftigt derzeit rund 40.000 Mitarbeiter und betreibt ca.1000 Filialen. Dieses Vorhaben ist nun stark gefährdet und ALDI erhebt schwere Vorwürfe und sieht auch eine Schuld von anderen Handelsketten.

ALDI ist in Großbritannien auf der Überholspur. Dies auch der Inflation und den stark gestiegenen Lebensmittelpreisen zu verdanken. Auch könnte der Brexit mit seinen diversen Konsequenzen für die britische Wirtschaft ein Grund für viele Teuerungen  verantwortlich sein. Wie auch in anderen Ländern, versuchen viele Menschen im Alltag mehr Geld zu sparen, wovon besonders Discounter wie ALDI und LIDL profitieren. ALDI gilt als günstigster Supermarkt überhaupt und konnte sogar im Herbst 2022 auf Platz vier der größten Supermarktketten vorrücken. Die Plätze davor nehmen Tesco, Sainsbury’s und Asda ein. Auch in der Hauptstadt London will ALDI seine Präsenz deutlich ausbauen. Die Zahl der derzeit rund 60 Filialen in der Region um die britische Hauptstadt solle nahezu verdoppelt werden und es sollen ALDI zufolge 2400 Menschen eingestellt werden.

Wird ALDI in seiner Expansion von Mitbewerbern sabotiert?

ALDI hat in Großbritannien große Ziele in seiner Filialexpansion. Insgesamt eine positive Meldung, will ALDI doch dazu auch mehr als 6000 neue Arbeitsplätze schaffen. Nun gibt es jedoch einige Probleme. Der Konzern werde in seinen Plänen zur Zielerreichung blockiert, so der Wortlaut  des Geschäftsführers ALDI UK und Irland, Giles Hurley. Es gäbe aktuell viele Einsprüche gegen neue ALDI- Filialen. Einige andere Supermärkte wollen Kunden und Kundinnen so daran hindern, zu ALDI zu wechseln. Berichten zufolge wird ALDI  in diesem Jahr nur 40 statt 60 Filialen eröffnen. Berichte von Branchenmedien legen nahe, dass knapp 40 ALDI- Geschäfte blockiert wurden oder in einer  „Warteschleife“ hängen.

Aldi UK: Einsprüche von Wettbewerbern…

Grund sind Bedenken oder Einsprüche von Wettbewerbern. Da ALDI in Großbritannien aktuell als preisgünstigster Anbieter gilt, schätzt ALDI, dass andere Märkte oder Ketten versuchen, Kunden und Kundinnen zum Einkauf in neuen Betrieben durch eine Verlangsamung von Eröffnungen, zu hindern. 

Erst vor einigen Wochen klagte bereits Konkurrent Tesco gegen ALDI im schottischen County Aberdeenshire, wie das Portal “AberdeenLive” berichtete. Das Gericht untersagte ALDI hier den Bau einer neuen Filiale, dies obwohl 30 neue Jobs in der Region geschaffen worden wären. Sogar die Bevölkerung steht hinter ALDI, so dass mehr als 1.000 Anwohner einen Aufruf mit unterzeichneten. Hier wurde deutlich darum gebeten, dass Tesco seinen Widerstand gegen den Neubau aufgeben solle. Grund der Klage von Tesco könnte sein, Kunden zu verlieren, da selbige nur ca. einen Kilometer entfernt, eine eigene Tesco- Filiale betreibt.

Fazit:

Man darf gespannt sein, wie es für ALDI in UK weiter geht. Sicher sind die aktuellen Klagen oder Einsprüche von anderen Supermärkten gegen die Pläne von ALDI nur eine Verlangsamung der Zielerreichung des deutschen Discounters. Auch ein land wie Großbritannien muss sich im Handel dem Wettbewerb stellen und sollte froh sein, dass hier viele neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

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 Bilder: Archiv Supermarkt-Inside

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