ALDI-Nord-News

ALDI NORD will Neustart mit neuer Führungsriege in Frankreich.

Dieser Beitrag ist Teil 96 von 113 in der Serie Aldi

Essen will offensichtlich mehr Einfluss bei Aldi in Frankreich bekommen – ALDI NORD will Neustart mit neuer Führungsriege in Frankreich.

Es war Ende 2020 die die größte Übernahme in der Geschichte von ALDI NORD, als der Discounter seinerzeit nach langen Verhandlungen den französischen Discounter Leader Price übernommen hatte. Damit begann auch eine Offensive im Ausland. Die Casino Group verkaufte der Vereinbarung zufolge insgesamt 547 Leader-Price-Geschäfte und drei Lager für 717 Millionen Euro an den deutschen Discounter aus Essen. Auch wenn die Zahlen nicht zufriedenstellend sind, konnte man 2021 einen Gewinn realisieren und erstmalig im letzten Monat den Marktanteil von 3 Prozent überschreiten. Das Ziel ist bei 4 Prozent angepeilt. Der Mitkonkurrent aus Deutschland LIDL liegt bereits bei 8 Prozent Marktanteil. Zu den großen französischen Anbietern gehören in Frankreich Carrefour, E. Leclerc, Intermarche, SystemU (Super U, Hyper U, U Market), Géant, Casino, Auchan und Cora. Frankreich ist für ALDI der größte Markt in Europa mit über 1300 Filialen. 

Mit neuer Führungsriege Frankreich auf Kurs bringen.

Nach den nun nicht zufriedenstellenden Ergebnissen in Frankreich, greift ALDI nun auch in der Führungsetage durch. Seit Dezember ist bereits Pascal Wirth, langjähriger Regionalgeschäftsführer im niedersächsischen Rinteln und zuletzt in der Zentrale tätig, als CEO für Frankreich verantwortlich. Seit dem ist einiges in der Führungsetage passiert. Mehrere Personen, die das Vertrauen vom Firmenchef Torsten Hufnagel innehaben, sollen nun das Nachbarland auf Kurs bringen.

Besonders in den Bereichen Sortiment, Vertrieb und auch in der Unternehmenskommunikation muss viel verbessert werden, um auch die Marktanteile zukünftig deutlich zu erhöhen. Besonders wichtig, hatte man doch bei der Übernahme von Leader- Price mit über 500 Filialen mit weit mehr Marktanteilsgewinnen gerechnet. Die Integration lief insgesamt schnell und erfolgreich bei Aldi über die „Bühne“, jedoch will die Zentrale nun auch mit neuem Personal mehr Einfluss auf das französische Geschäft nehmen. Ziel ist auch, den Ertrag deutlich zu steigern. Im Vergleich dazu schätzt man für LIDL Frankreich einen Umsatz von ca. 15 Milliarden Euro  in diesem Jahr, bei einem Gewinn von ca. 500 Millionen Euro.

France nun im Fokus bei ALDI in Essen.

Erst vor wenigen Monaten hatte sich ALDI nach über 45 Jahren aus Dänemark zurück gezogen. Der Konkurrent REMA 1000 hatte allein 114 der insgesamt 188 ALDI- Filialen übernommen. Die restlichen Märkte, die nicht in die Transaktion einbezogen waren, werden nach und nach in den kommenden Wochen und Monaten ebenfalls veräußert. Erst vor einigen Tagen wurde bekannt, dass weitere 11 Filialen an die Salling-Gruppe, 4 an Lidl und 1 an Coop verkauft sind. Die Entscheidung zum Verkauf des Geschäfts in Dänemark war ein Ergebnis langfristiger Transformationsprozesse der Unternehmensgruppe ALDI Nord. Nun will man sich verstärkt auf die übrigen acht europäischen Märkte konzentrieren, die ein stärkeres Wachstum und langfristige Entwicklungsperspektiven ermöglichen. Dazu steht nun das Geschäft in Frankreich an erster Stelle. Man darf gespannt sein, wie die neue Führungsmannschaft in diesem Jahr einen Aufschwung schaffen kann.

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Fotos: Archiv Supermarkt-Inside

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