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Aldi beendet Eigenmarken Dschungel

Aldi Nord und Süd vereinheitlichen ihre Eigenmarken

1961 beschlossen die Aldi-Gründer Karl und Theo Albrecht, mit Aldi Nord und Aldi Süd getrennte Wege zu gehen. Seit dieser Zeit haben sie auch ihre Eigenmarken unterschiedlich entwickelt. Jetzt – fast 60 Jahre später – verkünden die Schwesterunternehmen, dass sie ihre Eigenmarken vereinheitlichen wollen. Laut Aldi Nord-Manager Tobias Heinbockel wird Aldi Süd Marken von Aldi Nord übernehmen und umgekehrt. Die Umstellung betrifft immerhin zwei Drittel des Warensortiments. Dabei handelt es sich um ca 1000 Produkte, die bisher bei den Aldis unter verschiedenen Markennamen, manche auch mit unterschiedlichen Rezepturen, geführt wurden.

Schluss mit dem Marken-Durcheinander

Bis zum Jahresende wird der größte Teil der Eigenmarken im Standard Sortiment und bei den Aktions-Artikeln identisch sein. Bei einigen Artikeln muss sich der Verbraucher lediglich an eine neue Verpackung gewöhnen. Andere Segmente werden komplett umgestellt. Neuer Name, neue Sorten und verbesserte Rezepturen. Folglich müssen sich Millionen von Kunden auf zum Teil gravierende Veränderungen einstellen. Allerdings werfen die Aldi-Schwestern nicht alles über den Haufen. Es wird in den Filialen von Aldi Süd und Nord auch in Zukunft unterschiedliche Produkte geben. Vor allem im regionalen Bereich.

Individuelle Vielfalt ist teuer

Der Discount-Riese geht diesen Schritt, um seinem Leitsatz treu zu bleiben. Er will seinen Kunden die günstigsten Preise bieten. Dazu müssen die Kosten runter gefahren werden. Bisher wurde von den Rezepturen bis hin zur Verpackung alles doppelt bezahlt. Das ist im harten Wettbewerb im LEH ein viel zu großer Kostenfaktor. Es geht dabei um ca 100 Marken, die bei den Aldi-Schwestern bisher unter verschiedenen Namen verkauft wurden.

So heißt das Toilettenpapier bei Aldi Nord Solo und bei Aldi Süd Kokett. Der Käse im Norden heißt Hofburger und im Süden Alpenmark. Der Orangensaft wird hier unter dem Namen Sonniger, dort unter Rio d’Oro verkauft. Jetzt liegt der Fokus auf effizientere Prozesse, gemeinsame Verpackungen und Marketing. Die Eigenmarken, die immerhin 90 Prozent des Umsatzes ausmachen, sollen bis Ende 2020 einen einheitlichen Auftritt haben. Dabei geht es um ein Umsatzvolumen in zweistelliger Milliardenhöhe.

Aldi will der günstigste Discounter bleiben. Mit der Vereinheitlichung der Eigenmarken sollen Kosten gespart werden. Wie werden die Kunden darauf reagieren? Schreibt uns eure Meinung auf Supermarkt Inside oder auf unserem Facebook Account

Bilder: Archiv Supermarkt Inside

 

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