Schwarz Gruppe

Schwarz-Gruppe setzt auf IT-Business

Dem IT-Business gehört die Zukunft

Die Schwarz-Gruppe baut ihr IT-Business aus. Trotz der Corona-Krise – oder gerade deswegen – pusht Gerd Chrzanowski, designierter Nachfolger Klaus Gehrig, die IT-Sparte mit Hochdruck. Für ihn liegt das technische Rückgrat des Unternehmens ganz klar in der Digitalisierung. Eine gute Software ist dabei das Maß aller Dinge. Deshalb hat das süddeutsche Handelsunternehmen mit 90 Prozent die Mehrheit am Heilbronner Softwarepezialisten Camao IDC GmbH gekauft. Mit Camao sicherte sich die Schwarz-Gruppe Ressourcen in einem der wichtigsten Bereiche der Digitalisierung, dem Geschäft mit der Cloud. IT-Chef Christian Müller will die digitalen Kapazitäten konsequent zu einem strategischen Geschäftsfeld ausbauen. Dazu nimmt sich der Konzern offensichtlich den Internet-Riesen Amazon zum Vorbild und bietet IT-Dienstleistungen auch an externe Kunden an. Siemens, Microsoft und die deutsche Telekom sind bereits als Partner und Kunden mit im Boot.

Software Know-How aus Heilbronn

Camao IDC GmbH hat in Zeiten angefangen, als das Internet noch ein weitgehend unbekanntes Terrain war. Firmengründer Marcel Appolt  brachte seine revolutionäre Idee aus dem berühmt-berüchtigten Sillicon Valley mit. Er bot Geschäftskunden brandneue Virtual- und Mixed-Reality-Anwendungen über das Internet an. Daraus entstand eine der größten deutschen Plattformen in diesem Bereich: XRGO. Aktuell kommt sie bei der Wartung von Ozeanriesen zum Einsatz, bei deren Wartung die Spezialisten wegen Corona nicht selber an Bord dürfen. Eine der Technologien, auf die Lidl und Kaufland besonders scharf sind, ist die Software zur Digitalisierung von Unternehmensprozessen.

Bild: Homepage Camao

Die Zukunft in der Cloud-Ära

Aktuell baut die Schwarz-Gruppe seine Cloud “Stackit” auf. Hier sollen in Zukunft die Domaine-Verwaltung und VR-Plattform gemanagt werden. Über Stackit läuft bereits die erfolgreiche Mitfahr-App “Two-Go”, die der Neckarsulmer im letzten Jahr der SAP abgekauft hat. Die App wird von zahlreichen großen Unternehmen verwendet. Bereits 2019 hat Gerd Chrzanowski seine digitalen Visionen vorgestellt. Seine Strategie umfasste dabei Virtual Reality, künstliche Intelligenz und Robotik. Zusätzlich soll die Cloud virtuelle Maschinen und Kubernetes anbieten. Ganz nach dem Vorbild wie die Giganten Google und Amazon. Allerdings befindet sich Stackit noch am Anfang. Aber dahinter steht das Schwarz IT-Business mit über 3000 Mitarbeitern, die 20000 Server für die Unternehmensgruppe betreiben. Und die vorhandene Infrastruktur ist gigantisch. Unvorstellbare 22,5 Petabyte Speicherkapazität sorgen für schier unendliche Kapazitäten. Damit waren während der heißen Home-Office-Phase sogar fünfstellige Zugriffszahlen problemlos möglich.

Neben den bereits vorhandenen Daten-Centern sind weitere Standorte geplant. So soll spätestens 2025 in Bad Friedrichshall bei Heilbronn ca 3500 IT-Spezialisten ihrer Profession nachgehen. Die Arbeiten am neuen Projekt laufen trotz Corona nach Plan.

Auch Discounter wie Lidl und Kaufland gehen mit der Zeit. Denn die Digitalisierung ist nicht aufzuhalten. Aber mit Weitblick und der richtigen Software ist der Erfolg vorprogrammiert. Oder was meint ihr? Schreibt uns auf Supermarkt Inside oder bei uns auf Facebook

Bilder: Archiv Supermarkt Inside

 

 

 

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