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Lidl überholt Kaufland in Tschechien

Lidl ist die Nummer Eins in Tschechien

Lidl hat es in Tschechien endlich an die Spitze des LEH geschafft. Damit hat er den bisherigen Marktführer Kaufland auf Platz Zwei im Umsatz-Ranking verwiesen. Der Discounter hat im Geschäftsjahr 2018/2019 seinen Nettoumsatz um 10,3 Prozent auf sagenhafte 2,13 Mrd Euro gesteigert. Im selben Zeitraum ist bei Kaufland der Umsatz um 2,5 Prozent auf 2,08 Mrd Euro eingebrochen. Die Kaufland Bosse zogen Ende 2018 die Reißleine und besetzten die Position des Landeschefs neu. Die Neubesetzung kam Just in Time, denn mittlerweile zeigt die Umsatzkurve einen erfreulichen Aufwärtstrend. Aber Fakt ist: Mit 50 Mio Euro mehr Umsatz hat Lidl ausgerechnet seine Konzernschwester überholt.

Erfolgreich auf allen Verkaufsflächen

Seit einiger Zeit sehen die tschechischen LEHler eine Veränderung im Einkaufsverhalten ihrer Kunden. Statt einen Großeinkauf bei einem einzigen Händler zu erledigen, kaufen sie jetzt mehrmals pro Woche bei den Nahversorgern ein.  Folglich expandiert Lidl immer stärker in Stadtzentren, Wohnkomplexe und in ländlichere Einzugsgebiete. Der Händler analysiert außerdem die Kundenerwartungen. Deshalb passt er in seinen Filialen sowohl das Warensortiment als auch das Einkaufserlebnis an die steigenden Ansprüche an. So wird zum Beispiel das Biosortiment besonders herausgestellt wie auch die glutenfreie Linie. Ende Februar eröffnete der Branchenprimus seine erste zweistöckige Filiale mit 1500 qm Verkaufsfläche. Neben einem gigantischen Warenangebot lockt im Eingangsbereich ein Kaffeeautomat mit heißen Spezialitäten. Und auf dem Parkplatz stehen Elektro-Stationen bereit. Mit dieser Art von Filialen will Lidl vor allem die lifestyle-orientierte Kundschaft mit dickerem Geldbeutel ansprechen. Und der Erfolg gibt ihm Recht.

 

Tschechien startet durch

Der tschechische LEH Markt entwickelt sich als einer der Besten in Mittel- und Osteuropa. Das verfügbare Pro-Kopf-Einkommen wächst beständig. Vor zehn Jahren lag Tschechien noch weit abgeschlagen auf Platz 21 der EU-Ländern. Letztes Jahr belegte es bereits Platz 16, vor Slowenien und Portugal. Diesen Aufschwung verdankt das Land auch unter anderem den groß angelegten Modernisierungen von Bestandsfilialen. Hier investierten die Händler knapp 750 Millionen Euro. Außerdem erneuerten die meisten ihre Vertriebskonzepte und konnten dadurch ihre Marktanteile erhöhen. Die Konkurrenz ist groß und der Kampf um die Spitze im LEH hart umkämpft. Aber Lidl ist gut gerüstet. In einem Markt, wo die Top Ten im Durchschnitt nicht mehr als 4 Prozent Vorsteuer-Rendite erreichen, führt Lidl mit 8,5 Prozent Vorsteuer-Rendite zu Recht die Rangliste an.

 

Tschechien ist das erste europäische Land, in dem sich Lidl die Spitzenposition geholt hat. Kann der Discounter seine Pole Position auch nächstes Jahr verteidigen? Wir freuen uns über euren Kommentar hier oder bei uns auf Facebook

Fotos: Archiv Supermarkt-Inside

 

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