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LIDL will mehr Rendite!

Dieser Beitrag ist Teil 103 von 161 in der Serie Lidl

Gewinne sollen zukünftiger mehr im Blickpunkt stehen, als Wachstum und Marktanteile, denn LIDL will offensichtlich noch mehr Rendite.

Der deutsche Discounter Lidl verfolgt nun unter dem neuen Vorstandschef Kenneth McGrath eine neue Strategie, die weniger am Preiswettbewerb als an der Rendite ausgerichtet ist. Ob bei dem Personal oder auch bei den Verkaufspreisen, hat der neue Chef  LIDL verstärkt auf bessere Renditen getrimmt. Das bedeutet auch, dass LIDL nun nicht mehr stärker dem Hauptkonkurrenten ALDI nacheifert. Ein gutes Beispiel für den neuen Weg bei LIDL ist der Artikel Milka Schokolade, die nun wieder bei der Schwarz- Tochter für 1,35 Euro gelistet ist. Die Wettbewerber verlangen dafür meist nur 1,29 Euro. Oder auch das Produkt Biomilch, die LIDL trotz geringerem ALDI- Preis, nicht im Preis reduziert hatte.

Neue Preispolitik auch bei Aktionsangeboten.

Der neue Schritt zeigt sich nun auch bei den Sonderangeboten von LIDL. Der Discounter hatte bereits im letzten Jahr seine Aktionen deutlich zurück gefahren. Und das in einem Wettbewerb, wo zum Beispiel EDEKA bei seinen Preisen reduziert hatte. Dazu kam auch noch ALDI Süd, die ihre Erlöse mit Aktionsartikeln um ca. 40 Prozent ausbauten. Auf der anderen Seite dazu konnte LIDL jedoch bei seinen Verkaufsregalpreisen ein zweistelliges Umsatzplus verbuchen. Auch konnte der Discounter mit seinen Eigenmarkten weiter wachsen. Fast gleiches gilt für den Absatz von Fleischwaren, wo LIDL zwar hinter den Wettbewerbern lag, aber hier war der Abstand zu ALDI deutlich geringer. Ein Grund war die neue Preispolitik. Dazu sieht LIDL auch noch weiteres Sparpotenzial bei den Ladenöffnungszeiten. Hier sind in manchen Filialen die Zeiten verkürzt worden, was jedoch bereits im letzten Jahr ein Thema wegen der extrem steigenden Energiekosten war.

Lidl: Sparen auch in den USA angesagt.

100. Markt Lidl US

Auch im Ausland ist der neue Kurs von LIDL- Chef McGrath erkennbar. Mitte Februar wurden in den USA zwischen 250 und 300 Stellen gestrichen. Filialpersonal steht jedoch nicht in der Diskussion. Es handelte sich lediglich um die Streichung von Arbeitsplätzen in der Zentrale, um auch hier die Ergebnisse zu verbessern. Dies war eine deutliche Reduktion der Arbeitsplätze in der US-Zentrale in Arlington.

In den USA stand sogar 2020 der Rückzug aus den USA zur Diskussion. Zuletzt hatte der Discounter jedoch wieder neue Standorte eröffnet. Derzeit betreibt der Konzern rund 175 Filialen in den USA. ALDI hingegen zählte m Jahr 2022 bereits 2.258 Standorte auf dem US-amerikanische Markt. Zu bemerken ist noch, dass die Ebit- Rendite beim Amtsantritt von McGrath vor rund einem Jahr in der Stiftung ca. 4,25 Prozent betragen hatte. In Deutschland ist der Umsatz im zu Ende gegangenen Geschäftsjahr 2022/23 um etwa 2,5 auf rund 27 Mrd. Euro gestiegen. Immer noch ein gutes Ergebnis, wenn man bedenkt, dass der Umsatz im deutschen Einzelhandel im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr preisbereinigt um 0,6 Prozent zurückgegangen ist.

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Fotos: Archiv Supermarkt-Inside

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