Lidl-News

Lidl hat eine neue Vertriebsorganisation

Vertriebsgebiet wird in Nord und Süd aufgeteilt

Lidl hat eine neue Vertriebsorganisation. Die Betreuung der Filialen, die Expansion und die Logistik werden wie bei Aldi in Nord und Süd aufgeteilt, damit der Discounter sein Marktpotenzial voll ausschöpfen kann. Der Osten gehört dabei zu der Region Nord. Dürfen die Kunden sich dann bald über unterschiedliche Lidl-Logos im Norden und Süden wundern? Nein, gesellschaftsrechtlich ändert sich nämlich nichts. Das Logo bleibt also gleich und auch der Einkauf wird zentral aus dem neuen Sitz in Bad Wimpfen organisiert. Für diese Umstellung wurde eine neue Führungsebene unterhalb von Deutschland-Chef Matthias Oppitz und Vize Julia Kern geschaffen. Die 22 Gesellschaften im Norden unterstehen Olivia Rabys. Die 17 Gesellschaften im Süden Jens Stratmann. Mit Olivia Rabys wurde eine enge Vertraute von Schwarz-Komplementär Klaus Gehrig eingesetzt. Bereits seit fünf Jahren arbeitet sie im engsten Umfeld von dem nicht müde werdenden Macher der Schwarz-Gruppe.

Neue Vertriebsorganisation sorgte für Zündstoff

Wenn es nach Klaus Gehrig gegangen wäre, dann hätte Lidl schon vor Jahren das Vertriebsgebiet in Nord und Süd aufgeteilt. Er argumentiert, dass man so näher am Markt sei und schneller auf Veränderungen reagieren kann. Das Thema hat für reichlich Zündstoff in der Managementetage gesorgt. Nach unseren Informationen waren viele Manager davon überzeugt, dass eine Doppelstruktur komplex ist und eher lähmt als beschleunigt. Der Streit über dieses Thema soll sogar ein Grund für die Trennung vom früheren Deutschland-Chef Marin Dokozic gewesen sein. Gehrig hat sich nun durchgesetzt und die reinen Zahlen zeigen auch, dass das Wachstumspotenzial im Norden größer ist als im Süden. Nähe zum Kunden und schnelleres reagieren können sich also bezahlt machen.

Unterschiede zwischen Nord und Süd

Im Norden kann Lidl zwar eine bessere Geschäftsentwicklung als Aldi Nord vorweisen, jedoch ist sie deutlich schwächer als die im Süden. Im Süden wurde außerdem 1 Milliarden Euro mehr umgesetzt und das, obwohl es im Süden weniger Regionen gibt. Auch der Blick auf die Wachstumsrate zeigt einen Unterschied auf. Lidl Süd ist im letzten Jahr um 13 Prozent gewachsen. Mit diesen Werten kann der Norden nicht mithalten. Wir werden mit Spannung verfolgen, ob Klaus Gehrig mit seinen Einschätzungen recht behalten und der Norden sein Potenzial durch die neue Vertriebsorganisation besser ausschöpfen wird.

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Fotos: Archiv Supermarkt-Inside

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