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Lidl Ungarn verdrängt Tesco von Platz 1

Lidl Ungarn mit dem schnellsten Wachstum der ungarischen Händler

Lidl Ungarn steigert im Geschäftsjahr 2020/21 seinen Umsatz um 20,3 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. Damit hat der Schwarz-Discounter den Branchenprimus Tesco vom Spitzenrang verdrängt. Tesco hat mit 0,2 Prozent Zuwachs das niedrigste Wachstum unter den großen Händlern. Auch wenn das schon hart genug ist, muss der britische Einzelhändler auch noch Spar Österreich an sich vorbeiziehen lassen. Das Unternehmen verzeichnete ein Wachstum von 8,7 Prozent auf 2,024 Milliarden Euro und steht damit ganz knapp vor Tesco. Ungarische Experten nennen die Erweiterung des Standardsortiments und sehr attraktive Aktionsangebote als Grund für den Erfolg von Lidl und Spar. Tesco verringert seit einiger Zeit die Verkaufsfläche und reduziert somit die Produktauswahl. Zusammen mit dem zurückhaltenden Aktionsgeschäft von Tesco erklärt das die momentane Schwäche des britischen Einzelhandels-Riesen.

Deutsche Discounter wachsen im Eiltempo

Nicht nur Lidl Ungarn verzeichnet hervorragende Zahlen. Auch die anderen beiden deutschen Discounter, Aldi und Penny, konnten im vergangenen Jahr zweistellig wachsen. Aldi steigerte seinen Umsatz um 19,0 Prozent auf 978 Millionen Euro und Penny um 14,1 Prozent auf 1,021 Milliarden Euro. Auch bei der Beliebtheit sind die deutschen Händler ganz weit vorne. Laut einer Umfrage des Marktforschers Pulzus Kutató ist Lidl mit Abstand der beliebteste Händler in Ungarn. Danach folgen Spar und Penny. Die einheimischen Händler CBA, Coop und Reál Hungaria tun sich extrem schwer.  Grund hierfür ist einerseits das schrumpfende Filialnetz und andererseits die enorme Konkurrenz durch die ausländischen Einzelhändler.

Ungarischer Markt mit guten Zukunftsaussichten

Auch Ungarn musste im vergangenen Jahr einen massiven Einbruch des Brutto-Inlands-Produkts hinnehmen. Im zweiten Quartal 2020 stand ein Rückgang von 13,4 Prozent des BIPs zu Buche. Nur langsam erholt sich die Wirtschaft von der harten Krise. Viele Experten sind sich jedoch sicher, dass Ungarn noch ein Profiteur werden könnte. Die Pandemie hat eindeutig die Schwächen von zu weiten und zu verzweigten Lieferketten dargelegt. Ungarische Unternehmen können sich nun als zuverlässige Partner in der Nähe profilieren und dadurch profitieren. Wenn dadurch die Kaufkraft steigt, beschweren sich die Lebensmittelhändler ganz sicher nicht.

“obs/Lidl”

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Bilder: Archiv Supermarkt Inside

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