Absatzzahlen

Bierumsatz sinkt, Krombacher singt

Krombacher vergeht das Lachen nicht

Die Zeiten in der Bierbranche sind hart. Und das ausgerechnet in Deutschland, dem Land des Bieres! Aber es hilft nichts. Die Zahlen belegen, dass der Biermarkt weiter schrumpft. Krombacher kann sich diesem Trend widersetzen. Auch 2019 ist bei dem Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen wieder ein Rekordjahr. Bei einem Wachstum von 1,4 Prozent steht am Ende des Jahres ein Gesamtumsatz von 862,1 Millionen Euro. Der Ausstoß stieg um 1,2 Prozent auf 7,591 Millionen Hektoliter. Bei Krombacher scheint das Biergeschäft also nach wie vor stabil zu sein. Hinzu kommen vor allem bei den Erfrischungsgetränken neue Produkte, die für die guten Zahlen sorgen.

Krombacher bietet Alternativen

Das Unternehmen hat sehr clever das Trinkverhalten der Käufer analysiert. Uwe Riehs ist Marketing-Geschäftsführer der Krombacher. Er berichtet, dass inzwischen ein Drittel des gesamten Volumens alkoholfreie Produkte sind. Und dieser Trend scheint noch weiterzugehen. Riehs rechnet damit, dass in Zukunft der Anteil an alkoholfreien Getränken auf 40 Prozent wachsen wird. Dementsprechend werden neue Produkte auf den Markt gebracht. Damit will die Krombacher-Gruppe auch die Konsumenten für sich gewinnen, die keine klassischen Biertrinker sind. Der Renner bei Krombacher ist Schweppes. Bei einem Wachstum von satten 8 Prozent konnten damit 138,8 Millionen Euro umgesetzt werden. Und im Frühjahr soll es eine Alternative für diejenigen geben, die zwar gerne mal ein Radler trinken, der Anteil an Bier aber nicht zu groß sein darf.

Limobier mal anders

Krombacher steht nach wie vor für die meistverkaufte Pilsmarke in Deutschland. Aber früher waren sie auch im Radler-Sortiment sehr gefragt. Obwohl diese Sparte allgemein in Deutschland weiter wächst, musste das Unternehmen hier Einbußen hinnehmen. Bezogen auf alle Radler-Varianten und über alle Vertriebskanäle hinweg verloren sie über 3 Prozent an Menge. Der Wettbewerb war groß und dem will sich Krombacher 2020 wieder neu stellen. Im Frühjahr soll ein neues Limobier auf den Markt kommen. Das Getränk enthält nur 1,5 Volumenprozent und enthält 70 Prozent Limonade. Das Produkt wird in der 0,33-l-Flasche im eigenen Kasten verkauft. Zielgruppe sind die Limonaden-Trinker, die wenig Alkohol und viel Limo-Geschmack wollen.

Wird das der Renner im Fußball-EM-Jahr 2020? Wie beobachtet ihr die Entwicklungen in der Bierbranche? Hat die Krombacher-Gruppe berechtigterweise die Nase vorn? Schreibt uns eure Meinung dazu bei Supermarkt Inside oder auf Facebook.

Fotos: Archiv Supermarkt-Inside

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