Märkte

Select&Go braucht bei Lidl mehr Platz.

ToGo Produkte mit Blockplatzierungen auf dem Vormarsch.

In allen Handelsformaten werden derzeit die togo-Sortimente massiv ausgeweitet. Convenience heißt nun mal Bequemlichkeit und wird in unserer schnelllebigen Zeit immer häufiger durch die Kunden gewünscht, genutzt und daher angeboten.
Aber wohin mit der steigenden Produktanzahl, wie z.B. bei Select&Go ? Aus der verstreuten Platzierung bis hin zur Kasse oder einem kleineren Block entstehen demzufolge ganze Abteilungen, die eigenständig und selbsterklärend präsentiert werden.
Der Kunde soll an einer Stelle das betreffende Angebot finden, am besten gleich am Eingang bzw. in Anbindung an die Frischebereiche.

Lidl kündigte schon im März die Offensive an.

Im Presseportal März 2018 hieß es dann auch:

„Bis zu 20 neue verzehrfertige Produkte im Sortiment. Mit der Einführung des neuen To-go-Bereichs nimmt Lidl regional bis zu 20 zusätzliche Produkte in sein Eigenmarkensortiment auf. Hierzu zählen beispielsweise belegtes Mehrkornbrot von “Chef Select to go”, “Solevita”-Kokoswasser oder der “Milbona” Bio-Lassi. Den neuen Sortimentsbereich ergänzt Lidl durch Smoothies der Eigenmarke “Solevita” sowie gekühlte Eigenmarken- und Markengetränke wie Säfte, Erfrischungsgetränke oder Bier. Das Sortiment des erweiterten “Select & Go”-Bereichs kann regional leicht variieren. Insgesamt umfasst der Bereich rund 60 Produkte und soll auch künftig erweitert werden.“

Umsetzung auf Bestandsfläche

Seine Variante zeigt Lidl nun in einem Bestandsmarkt im beschaulichen Bad Rappenau, ein Markt, der noch keinen Geburtstag gefeiert hat. Für den scheinbar doch etwas aufwändigeren Umbau musste der Markt sogar für einen Tag geschlossen bleiben.

Im Ergebnis zeigt sich ein deutlich verlängertes Kühlmöbel im ersten Gang, in dem ausreichend Platz für die neuen und umplatzierten Produkte vorhanden sein sollte. Wir haben bei unserem Besuch 63 Artikel in 4 Kühlregal-Achsen, also 6 lfd. Metern gezählt.

Im Gegenzug rutschen andere Sortimente im Markt auf. So finden wir nun die Tiefkühlung mit Aufsätzen im letzten Gang im Anschluss an die gekühlten Molkereiprodukte. Diese neue Positionierung finden wir immer häufigen bei unseren Marktbesuchen. Hier sind die Ladenbauer von Lidl ganz neue Wege gegangen.

Und was wurde aus der ehemaligen Tiko-Fläche (Flachtruhen). Dort hat nun das Trockensortiment eine neue Fläche gefunden. Die Food-Posten, also die Reste aus vergangenen Aktionen, präsentieren sich in einem deutlich höheren Regal als zuvor. Insgesamt machen 3 bis 4 Fachböden im Food-Sortiment die Platzierung der immer größer werdenden Produktanzahl möglich.

Das umlaufende U

In dieser Variante schlängelt sich nun ein Backshop-,Select&Go-, Frische-, Tiefkühlband an den Außenwänden entlang. Diese Sortimente bilden die Umrahmung des nun im Flächenanteil reduzierten Food- und NonFood-Angebots.
Gleichzeitig bleibt es bei der Aussage.
Lidl will auch weiterhin immer 300 bis 450 Artikel mehr im Sortiment haben als Aldi. Allerdings wird auch beim anderen führenden Discounter ständig ausgebaut. Also wird es nicht bei den derzeit ca. 3500 Artikeln (incl. Varianten) bleiben.

Fazit: Wir finden, dass dies eine gelungene Lösung für einen Bestandmarkt ist. Lidl hält für dieses Trendsortiment wesentlich mehr Fläche bereit, als es andere Discounter (Penny, Netto) derzeit tun. So bleiben scheinbar auch noch Reserven für weitere Einlistungen?

Wie werden bei euch die ToGo-Sortimente platziert. Bitte gebt gebt uns euer Feedback.

Beitragsbild und Bilder: Archiv Supermarkt Inside; Quellen: Zitat Lidl Presseportal obs/LIDL/Lidl

Serien Navigation<< Jack’s der Tesco-Discounter will Lidl und Aldi in UK Beine machenLidl-US: “Brendan Proctor geht, Johannes Fieber kommt”. >>

Trend

Nach Oben