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Lidl, Büroflächenexpansion außer Kontrolle?

Dieser Beitrag ist Teil 119 von 165 in der Serie Lidl

Die fünf Türme von LIDL – Home Office machts möglich- Umstrukturierung auch bei den Bürogebäuden.

Baustelle der Lidl HV Bad Wimpfen

Es sind bereits einige Jahre vergangen, als LIDL noch vor der Corona- Pandemie in Bad Wimpfen ein tiefes Loch ausgraben ließ. Danach folgten die Neubauten von fünf Gebäuden, teils bis zu 22 Metern hoch. Dazu kam noch der Bau einer Tiefgarage für Platz von 1300 Fahrzeugen. Das Großprojekt kam dadurch auf eine Gesamtgeschossfläche von 135.000 Quadratmetern auf dem Grundstück am Stadtrand von ca. 40.000 Quadratmetern.

Nun soll auch hier gespart werden, so dass einer der fünf Bürotürme geleert ist und einzelne Fachbereiche auf die restlichen vier Gebäude verteilt ist. Die Kostenersparnis ist sicher nur ein Grund, ein weiterer dürfte sein, dass seit Corona auch immer mehr Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Home Office arbeiten können. Dadurch entsteht natürlich auch viel freier Platz. Auch gibt es weiterhin am jetzigen Standort ein großzügiges Restaurant für das Personal mit einem sehr gutem Angebot an verschiedenen Gerichten, einen Fitness- und Gesundheitsbereich, sowie verschiedene Kreativräume. Bad Wimpfen bleibt auch weiterhin der zentrale Anlaufpunkt für die Mitarbeitenden. 

LIDL fördert hybride und moderne Arbeitskultur.

Auch wenn LIDL vor Corona bereits ein moderner Konzern war, hat die Pandemie noch einiges beschleunigt.  Schon zu Beginn durften die Mitarbeitenden bereits zwei Tage pro Woche von zu Hause aus arbeiten. Dies war auch deshalb möglich, da alle schon zwei Jahre vor dem Umzug nach Bad Wimpfen ein Handy und ein Notebook bekamen. So konnten schon ca. 90 Prozent aller Beschäftigten auch im Home Office arbeiten.

Das LIDL auch weiterhin hoch hinaus will, sieht man auch an dem Kauf vor einigen Wochen eines Büroturmes mit 20 Stockwerken. Das 70 Meter hohe Turmgebäude liegt direkt neben der Firmenzentrale in Neckarsulm und hat eine besondere Bedeutung. Es gilt als Symbol für den Aufbruch in die „New Economy“. Das Hochhaus wurde 1999 von der TDS AG gebaut. Die TDS AG war ein IT-Komplettdienstleister und SAP-Systemhaus für mittelständische und große Unternehmen. Die TDS Informationstechnologie AG firmiert seit 2014 als Fujitsu TDS. Seit einigen Jahren gehört das Unternehmen zwar zum japanischen Fujitsu– Konzern, jedoch nicht der Turm, der seinerzeit ca. 55 Millionen Euro gekostet hatte. Dieser war bereits vorher an Investoren verkauft. 

Neuer IT-Campus der Schwarz Gruppe in Bad Friedrichshall

Das Rechenzentrum im Keller des Gebäudes will der japanische Konzern laut eigenen Angaben, im nächsten Jahr schließen. Hier waren zuletzt ca. 650 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf einer Gesamtnutzfläche von ca. 16.000 qm beschäftigt. Auch arbeitet LIDL aktuell an weiteren Sicherheitsmaßnahmen für sein Verwaltungsgebäude in der Rötelstraße in Neckarsulm. Seit einem Angriff im Februar 2021 arbeitet die Schwarz-Gruppe an ihrer Sicherheit ihres Betriebsgeländes und plant nun weitere Maßnahmen, wie etwa den Ausbau ihrer Zentrale in Neckarsulm. Demzufolge kann die Außerbetriebnahme des Tower 5 in Bad Wimpfen nur eine temporäre Alternative sein.

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Fotos: Archiv Supermarkt-Inside

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