Duale Hochschule Baden-Württemberg Heilbronn

DHBW: Nachhaltigkeit als Einkaufskriterium bei Lebensmitteln verliert!

Dieser Beitrag ist Teil 107 von 115 in der Serie Basics des LEH

DHBW Heilbronn-Studie: Nachhaltigkeit als Einkaufskriterium bei Lebensmitteln verliert an Bedeutung

DHBW Heilbronn erhebt zum 3. Mal das Attitude-Behavior-Gap bei 13 Nachhaltigkeitskriterien. Die Gaps beschreiben den Unterschied der Einstellung (Attitude) der Menschen in Bezug auf nachhaltiges Konsumverhalten und dem tatsächlichen Kaufverhalten (Behavior). Sie sind im Verlauf der letzten drei Jahre kleiner geworden – Jedoch nicht aufgrund von steigenden Behavior-Werten sondern aufgrund von sinkenden Attitude-Werten. Nachhaltigkeit verliert bei den 13 erhobenen Kriterien durchweg an Bedeutung. In der 2023 (nach 2021 und 2022) durchgeführten empirischen Erhebung sinkt auch die Zustimmung zu den Fragen ‚Einfluss der Nachhaltigkeit auf das Ernährungsverhalten‘ und ‚Bereitschaft auf Wohlstand zu verzichten‘.

Zielgruppe der ‚überzeugten Nachhaltigkeitskäufer:

Foto: DHBW

„Wir ordnen der Zielgruppe der ‚überzeugten Nachhaltigkeitskäufer‘ nur 6,5% der Befragten zu, während die ‚Verweigerer‘ 40,1% umfassen.“ erläutert Nele Berg. „Kaufkraftverlust und Unsicherheit über die persönliche wirtschaftliche Situation in der Zukunft sind die Gründe für die relativ geringe Bedeutung von Nachhaltigkeit beim Lebensmittelkauf.“ erklärt Carsten Kortum die Entwicklung. Bei den 13 gemessenen Kriterien lassen sich signifikante Unterschiede erkennen. „Bio und CO2 haben die geringste Relevanz beim Kauf von Lebensmitteln, während Lebensmittelverschwendung und Tierwohl von den Befragten sehr häufig genannt werden“ stellt Stephan Rüschen fest. „Für Discount-Kunden hat Nachhaltigkeit im Vergleich zu Supermarkt und Verbrauchermarkt-Kunden die geringste Bedeutung, aber nur mit einem geringen Abstand. Bei jüngeren Zielgruppen können wir keine besseren Werte feststellen.“ fasst Julia Schumacher die Ergebnisse zusammen.

Die vier Autoren geben 10 Handlungsempfehlungen für Handel und Hersteller, um Nachhaltigkeit stärker in das Bewusstsein der Verbraucher zu bringen.

Foto: DHBW

Die komplette Studie kann als Whitepaper ‚Attitude Behavior Gap 2021-2023 – eine empirische Analyse und Handlungsempfehlungen‘ unter…https://handel-dhbw.de/schriftenreihe/whitepaper/attitude-behavior-gap-im-leh-eine-empirische-analyse-und-handlungsempfehlungen-entwicklung-2021-bis-2023/ kostenlos heruntergeladen werden.

DHBW Heilbronn:

Die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) ist die erste duale, praxisintegrierende Hochschule in Deutschland. Gegründet am 1. März 2009 führt sie das seit über 40 Jahren erfolgreiche duale Prinzip der früheren Berufsakademie Baden-Württemberg fort. Mit mehr als 35.000 Studierenden ist die DHBW die größte Hochschule des Landes.

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Die DHBW Heilbronn ist das jüngste Mitglied unter dem Dach der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. 2010 gegründet, hat sie sich mit ihrem einmaligen Studienangebot zur ersten Adresse für die Lebensmittelbranche entwickelt. Über 1.600 Studierende sind derzeit in den BWL-Studiengängen Retail Management (B.A.), Dienstleistungsmanagement (B.A.), Food Management (B.A.), Digital Commerce Management (B.A.) sowie in den Studiengängen Wirtschaftsinformatik (B. Sc.), BWL-Technical Management/ Wertstoff & Recyclingmanagement (B.A.) und Wein-Technologie-Management (B.Sc.) in Kooperation mit der LVWO Weinsberg eingeschrieben. Als aktive Gestalterin der Wissensstadt Heilbronn befindet sich die Studienakademie auf dem modernen Bildungscampus der Dieter Schwarz Stiftung und verfügt über ein State-of-the-Art Laborzentrum, das DHBW Sensoricum. Gemeinsam mit über 850 Dualen Partnern bildet die DHBW Heilbronn im dreimonatigen Wechsel zwischen Theorie und Praxis in drei Jahren akademischen Nachwuchs aus.

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Fotos: Archiv Supermarkt-Inside & wie gekennzeichnet.

Content: Pressemitteilung der DHBW vom 14.12.2023

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