Praxis-Tipps

Das Geschäft mit den Schulanfangs-Sortimenten geht in den Endspurt

Dieser Beitrag ist Teil 55 von 115 in der Serie Basics des LEH

Der Schulanfang war jetzt in allen Bundesländern (Baden Württemberg und Bayern folgen noch Montag), die Umsätze mit den so genannten Schulanfangs-Sortimenten laufen auch im LEH noch auf vollen Touren.

Bereits mitte Juni ging es los mit den Ferien, ende Juli haben dann die letzten Bundesländer Ferienbeginn. Und sechs Wochen später ist die schöne Zeit auch schon wieder vorbei und das nächste Schuljahr beginnt. Genau dies ist der Zeitraum, den die Händler nutzen, um die Schulanfang-Saison zu feiern. Denn viele Schulen verteilen den Bedarf des nächsten Schuljahres bereits in den letzten Tagen des zu Ende gegangenen. Andere machen dies in den ersten Tagen des neuen Schuljahres. Es ist somit für alle Händler und Hersteller eine lange Saison, die sich über zwei – drei Monate hinzieht. Allerdings ist die Schulanfang-Saison auch hart umkämpft. Denn sinkende Schülerzahlen sowie eine stark zunehmende papierlose Kommunikation in den Schulen auch mit den Schülern machen der Branche extrem zu schaffen. Aber auch der Kampf auf den Verkaufsflächen ist brutal, denn alle Vertriebskanäle wollen von dem Kuchen ein großes Stück abhaben. Der Fachhandel, Discounter, Supermärkte, Großflächen, Drogerien, Amazon & Co, und natürlich auch dm, Rossmann und co. Alle übertrumpfen sich regelmäßig mit ihren Leistungen.

So werden die Schulanfangs-Sortimenten gekauft

Die hohe Kunden-Frequenz der Lebensmittelhändler sorgt für überproportionale Umsätze für alle Hersteller in diesem Segment. Die Händler freuen sich über die guten Spannen und Erträge aus dieser Food-fremden Warengruppe. Natürlich ist auch die Zielgruppe der jungen Kundschaft und deren zahlungswilligen Eltern hochinteressant, die nach zufrieden gestellter Schulbedarfsdeckung zu regelmäßig wiederkehrenden Dauerkunden werden sollen. Vier unterschiedliche Modelle des Schuleinkaufs haben wir entdeckt:-Alles wird gleich zu Ferienbeginn gekauft.

-Der Kauf wird nach und nach in der Ferienzeit erledigt.
-Kauf der Schulsachen im letzten Augenblick.
-Alle Artikel werden nach der Liste besorgt, die in der Schule am ersten Schultag mitgegeben wird.

Gerade die Kunden der beiden letzten Varianten, kaufen sehr spontan und zügig ein, Bedarfsdeckung ohne wenn und aber. Kunden, die sich die ganze Ferienzeit damit beschäftigen, brauchen hingegen Schnäppchen und gute Beratungs- und Dienstleistungen.

Tolle Leistungen und viel Auswahl

In den nördlichen Bundesländern kann man schon sehr gut beobachten, was alles angeboten wird. In vielen Geschäften kann man einfach den Bedarfszettel der Schule abgeben und seine Sachen ohne großes Gewühle nach 24 Stunden einfach abholen. Mit starker Sortimentsleistung wird überall gekämpft. Nicht nur Vollsortimenter, auch die großen Discounter sind schon seit einigen Jahren voll in dieses Geschäft eingestiegen. Gerade in diesen Tagen liegen von Aldi, Lidl und Co. die Schulanfangs-Werbezettel mit gigantischer Vielfalt in den Briefkästen. Wenn man sich diese Angebote anschaut, hat man das Gefühl, dass jeder dieser Märkte ein Fachhandels-Betrieb ist. Ob sich die daran geknüpften Erwartungshaltungen erfüllen, bleibt abzuwarten.

Habt ihr in diesem Jahr auch so gut an den Schulanfangs-Sortimenten partizipiert?  Schreibt uns und sendet schöne Bilder an Supermarkt Inside oder unseren Facebook Account.

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Fotos: Archiv Supermarkt-Inside und wie gekennzeichnet

 

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