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Bei der SCP Group ist mal richtig Sparen angesagt

Sparkurs an allen Ecken und Enden bei der SCP Group

Bei der SCP Group wird der Gürtel ganz schön eng geschnallt

Nach wie vor sorgt der Kauf von Real durch die SCP Group für Schlagzeilen. Es war klar, dass der Investor in der Übergangszeit der Verkäufe der Filialen nicht nur tatenlos dasitzen wird. Nein, aktiv wollen sie die Veränderungen bei Real gestalten. Denn die Wettbewerbsbehörden nehmen sich noch etwas mehr Zeit, der Deal ist einfach zu bedeutend. Demzufolge rutschen die ersten Übernahmen von Kaufland wohl definitiv in das neue Jahr.

SCP will sparen, deshalb wurde extra der legendäre Robert Ebner an Bord geholt der schon zuvor bei Kaufland sein Können zeigen wollte. Demzufolge wurden die Real-Märkte intensiv und ausgiebig unter die Lupe genommen. Denn die Frage ist, wo und wie man am besten sparen kann. Ziel ist eine Einsparung um bis zu 350 Millionen Euro innerhalb von zwei Jahren. Spannend, wie das Unternehmen das schaffen will. So langsam sickern die ersten Maßnahmen durch. Auf alle Fälle werden die Mitarbeiter betroffen sein.

To Good to Go im real Markt

SCP Group verordnet Einstellungsstopp

Bei der Analyse der Real-Märkte hat die SCP Group im Personalbereich die größten Mängel aufgedeckt. Das Unternehmen geht davon aus, dass sie die Kosten in diesem Bereich um bis zu 200 Millionen Euro senken können. Aber das geht natürlich zu lasten der Mitarbeiter. Am meisten betroffen werden wohl die befristet Beschäftigten sein. Dies bedeutet also, dass die meisten befristet angestellten Mitarbeiter nach Ablauf ihres Vertrages keine Verlängerung bekommen. Parallel dazu besteht ein deutlicher Einstellungsstopp. Und für die unbefristet angestellten Mitarbeiter wird es teilweise auch zu Veränderungen kommen. Denn manch einer von ihnen wird mehr und neue Aufgaben übernehmen müssen. Die Arbeit, von den entlassenen Mitarbeitern muss ja irgendwer erledigen.

SCP Group will Verluste von Real wettmachen

Neben den genannten Personaleinsparungen sind noch andere Bereiche genau unter die Lupe genommen worden. Die Käse- und Frischetheken haben laut Insidern viel zu viele Mitarbeiter in Anspruch genommen. Da wäre Prepack-Ware sicherlich eine kostengünstigere Alternative. Aber die SCP Group hat natürlich auch noch andere Sparmaßnahmen im Sinn. Eine Idee ist wohl die Reduzierung des Sortimentes um weitere 10 Prozent. Ziel ist es die Verluste im operativen Geschäfte zu minimieren. Auch wenn die Pandemie plötzlich alles hat anders aussehen lassen. Auch Real konnte von der Corona-Krise profitieren. Im ersten Halbjahr sind sie flächenbereinigt um 3,9 Prozent gewachsen.

Aber der SCP Group ist natürlich klar, dass dieses Wachstum nur eine vorübergehende Erscheinung ist, die sie COVID-19 zu verdanken haben. Spannend also, wie die Sparmaßnahmen sich bei einer normalen Konjunkturlage bemerkbar machen werden. Schreibt uns eure Meinung dazu auf Supermarkt Inside oder bei Facebook.

Fotos: Archiv Supermarkt-Inside

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