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Wie krank ist Metro?

Real bleibt eine Last

Die Jahre des ungezügelten Wachstums sind längst vorüber. Was war der Metro Konzern doch ein Vorzeigeunternehmen in Deutschland und der Welt. Neben dem Cash & Carry Geschäft waren da Real, Kaufhof, Media, Saturn und alle wuchsen was das Zeugs hielt. Durch Zukäufe und eigener Expansion wurde Metro zum Handelsgiganten in Deutschland. Dieses Wachstum mit unterschiedlichen Strategien und Kulturen unter einem Dach hatte aber auch sehr schnell eine Schmerzschwelle erreicht, die bald zu einer gewaltigen Last werden sollte. Kaufhof wurde unwirtschaftlich und es gab keine Antwort darauf, außer Verkauf. Media und Saturn spürten ebenfalls schnell die Veränderungen des Einkaufsverhaltens. Online wurde immer stärker und nahm den beiden Umsatz und Rentabilität. Dazu dann noch die Streitereien mit einem großen Anteilseigner. Und die Antwort – Ausgliederung. Das anspruchsvolle C&C Geschäft und die Krankheiten bei Real blieben. Wie wird der nächste Schritt aussehen?

Der Verkauf droht

Auch dieses Mal kommt keine sexy Antwort aus dem Düsseldorfer Hauptquartier. Dafür kam Redos mit einem Übernahmeangebot für Real und nun ein reicher Tscheche, der auf den ganzen Laden sein Augenmerk gerichtet hat. Daniel Kretinsky heißt er und ist in Deutschland kaum bekannt. Viel Geld hat er mit Braunkohle, Gas und Pipelines gemacht. Ein Lebensmittelhändler mit Herz – weit gefehlt. Was will dieser Investor mit dieser Intensivstation? Gesagt hat er es nicht, aber ein Weiterbetreiben wie bisher bringt keine Rentabilität. Und ein neues Konzept? Wer und wann soll das gemacht werden? Schnelles Geld macht man heute anders. Die großen Hedgefonds haben es schon mannigfaltig gezeigt. Zerschlagen, in Teilen verkaufen oder in andere Bereiche umwidmen. Alles was Kohle bringt, ist erlaubt. Dafür hat Kretinsky und sein slowakischer Geschäftspartner Patrik Tkac über die Holding EP Global Commerce ein Kaufangebot hingelegt, was Chancen auf Realisierung bietet.

Ehemaliger Real in München, seit Jahren geschlossen.

Die Metro Führung schwitzt

16 Euro bietet diese Holding für die Metro Aktie, etwas mehr als der bisherigen Handelskurs. 60% Aktienanteil damit zu ergattern, ist möglich. Denn verkaufen die bisherigen Eigner nicht und der Deal platzt, könnte der Wert auch wieder schnell sinken. Wer will das und was könnte langfristig eine Erholung des Kurses mit sich bringen? Wie aus Insiderkreisen zu hören ist, sind schon viele Real-Mietverträge mittel- und langfristig in anderen Händen. Die Vermieter haben halt auch gewaltige Angst. Das Taktieren des Metro Vorstands hat bisher noch keinen erkennbaren Vorteil zu Tage befördert. Hoffentlich ist es noch nicht bereits zu spät.

Was haltet Ihr von den anstehenden Veränderungen? Schreibt uns auf Supermarkt Inside oder unserem Facebook Account.

Die ehemaligen Interspar Märkte in Deutschland heißen heute Real.

Die ehemaligen sehr erfolgreichen Wertkaufmärkte heißen heute Real.

 

Beitragsbild: Collage Supermarkt-Inside

Bilder: Archiv Supermarkt Inside

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