Kaufland

Lieferanten fürchten Druck von Kaufland

Übernahme von Real wird für die Lieferanten spannend

Nach wie vor hält der Verkauf von Real die Lebensmittelbranche in Atem. Zwar hat SCP noch nicht bekannt gegeben, welche Märkte von wem übernommen werden. Aber die Gerüchteküche brodelt natürlich. Vor allem Kaufland sorgt für Aufregung. Der Großflächendiscounter der Schwarz-Gruppe freut sich momentan über zweistellige Wachstumsraten. Die letzten Monate brachten Rekordumsätze. Die Neckarsulmer sind also so richtig in Fahrt. Und wenn auch noch nicht offiziell fest steht, wie viele und welche Märkte sie bekommen, das Management ist schon fleißig am Planen. So hoffen die Kaufländer bereits in diesem Herbst die ersten Märkte zu übernehmen. Brancheninsider tippen auf circa 20 Filialen, die in der ersten Runde dabei sind. Das ist natürlich ein heißes Thema für die Lieferanten. Wie wird es für sie weitergehen? Gelten die alten Konditionen?

Lieferanten sind nicht überrascht

Auch wenn die Lieferanten momentan sorgenvoll in die Zukunft schauen, überrascht es niemanden wirklich, dass Änderungen anstehen. Allen ist klar, dass Kaufland versuchen wird, möglichst viel herauszuholen. Der Kauf von Realmärkten bietet die Gelegenheit, alte Verträge aufzubrechen. Pro übernommenen Markt soll anscheinend zukünftig ein Prozentsatz vom Umsatz eingeführt werden. Je nach Größe des Lieferanten kann das ein hübsches Sümmchen an Mehrkosten bedeuten. Manche fürchten hohe sechsstellige Zahlungsverpflichtungen. Kaufland freut sich derweil. Denn die Neckarsulmer hoffen auf einen Mehrertrag im dreistelligen Millionenbereich. Während die Hersteller unter diesen Konditionen natürlich leiden werden. Dazu kommen Sorgen wegen der Größe des Sortimentes.

Fliegen manche Lieferanten ganz raus?

Fakt ist einfach, dass die Real-Märkte ein deutlich größeres Sortiment als Kaufland haben. Die Märkte, die nun demnächst unter der Kaufland-Flagge fahren werden, werden diesbezüglich sicherlich angepasst. Einige Lieferanten werden demnach Regalplätze verlieren. Auch hier könnte es also zu harten Verhandlungen zwischen den Herstellern und Kaufland kommen. Real selbst versucht die Lieferanten zu beruhigen. Zu einem Sortimentskahlschlag bei Real wird es wohl kaum kommen, damit hatte Kaufland in kürzester Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht. Allerdings ist mit einem signifikanten Aderlass zu rechnen gerade im Non-Food Geschäft wird es richtig krachen.

Das Management spricht davon, dass zunächst noch alles wie gehabt weiterläuft. Aber sie sind auch dabei, die einzelnen Märkte darüber zu informieren, ob eine Übernahme stattfinden wird oder nicht.

Es bleibt also spannend bei Real? Die Übernahme beschäftigt nicht nur die Mitarbeiter. Auch die Lieferanten wollen zu gerne wissen, was der Kauf der Märkte für sie bedeutet.  Schreibt uns auf Supermarkt Inside oder bei Facebook, wie ihr die Lage einschätzt.

Fotos: Archiv Supermarkt-Inside

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