Allgemein

Realmärkte im Fokus der ganzen Lebensmittelbranche

Alle fiebern beim Verkauf der Realmärkte mit

Gerade erst haben wir von Supermarkt Inside für euch über den Deal des Jahres berichtet. Es geht um den Finanzinvestor SCP, der Real von Metro gekauft hat. Soweit so gut, die Verhandlungen sind abgeschlossen. Aber wie geht es nun weiter. Für viele wird es erst jetzt so richtig interessant. Die Fachleute beobachten jeden Schritt von Patrick Kaudewitz. Jedes Wort legen sie auf die Goldwaage. Der ehemalige Kaufland-Chef ist inzwischen Verwaltungspräsident der SCP Retail Investments. Er hat letztlich großen Einfluss darauf, wie die Realmärkte weiter geführt werden. Und seine Aussage ist klar. Die Zeit rennt, es muss schnell gehandelt werden. Die Realmärkte waren nicht mehr wettbewerbsfähig. Kaudewitz will dabei eng mit X+Bricks zusammenarbeiten. Er will die Standorte wieder zukunftsfähig aufstellen. Anderseits will SCP offensichtlich auch möglichst viele Arbeitsplätze sichern.

Realmärkte unter der Guillotine

50 der Realmärkte werden die nächsten zwei Jahre noch weiterhin unter der Marke Real laufen. Metro und SCP haben das vertraglich so festgelegt. Außerdem hat SCP Dienstleistungsverträge mit Metro abgeschlossen, die für alle Häuser gelten. Die Logistik, der Warenfluss und der Betrieb sind so sichergestellt. Die direkte Konkurrenz von Real will die meisten Realmärkte übernehmen. Alle Händler zeigen großes Interesse. Edeka liebäugelt mit mehr als 50 Filialen. Rewe zeigt immerhin an über 20 Märkten Interesse. Und Kaufland geht gleich in die Vollen. 100 oder auch gerne mehr heißt es von den Neckarsulmern. Für die Schwarz-Gruppe würde das bedeuten, geschätzte drei bis vier Milliarden Euro Umsatz zu integrieren. Dabei müssen Umbauten, Mitarbeiter, Sortimente und alle Konditionen berücksichtigt werden.

Außer Realmärkte auch Real.de im Angebot

Doch nicht nur die Realmärkte sorgen für Aufregung. Denn bei all dem Trubel um die Verteilung der Realmärkte darf das Digitalgeschäft von Real nicht vergessen werden. Immerhin stand es zuletzt für 579 Millionen Euro Netto-Umsatz inklusive des Marktplatzgeschäfts. Auch hier gibt Kaudewitz eine klare Linie vor. Sobald die Genehmigung da ist, soll Real.de verkauft werden. Handelt es sich doch um ein hübsches Vermögen. Doch bei allem Zeitdruck und allen Ideen und Plänen steht eines fest. Zunächst muss die Genehmigung der Wettbewerbsbehörden vorliegen. Und erst wenn hier grünes Licht gegeben ist, erst dann können die Veräußerungen starten.

Und auch dann erst wird die Lebensmittelbranche erfahren, welche Realmärkte nun an wen veräußert werden. Welche Informationen habt ihr? Schreibt uns bei Supermarkt Inside oder auf Facebook, was ihr über den großen Deal zwischen SCP und Metro wisst.

Fotos: Archiv Supermarkt-Inside

Serien Navigation<< Verdi macht Alarm beim Real-VerkaufIst Real verkäuflich? >>
Werbung

Trend

Nach Oben