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Erste Real Märkte, schon bald geschlossen

Vor wenigen Tagen wurde der Real Deal erst besiegelt

Die Tinte auf dem Kaufvertrag für die SB-Warenhauskette ist kaum getrocknet und schon kommen die ersten Hiobsbotschaften auf den Tisch.

Bis spätestens im Sommer 2021 sollen die ersten sieben SB-Warenhäuser von Real geschlossen sein. Nach den uns vorliegenden Informationen sollen die Standorte,

Bamberg, Deggendorf, Augsburg, Papenburg, Rheine Bad Sobernheim, und Wildau am Berliner Ring

schnellstmöglich geschlossen werden.

Demzufolge stehen nun ca. 650 Mitarbeiter der vor genannten Standorte unmittelbar vor dem Verlust ihrer Arbeitsplätze.

SCP fackelt nicht lange…

Der neue Real Besitzer ist der Finanzinvestor SCP Group, mit Sitz in Luxemburg und London. Das Unternehmen hatte unmittelbar nach dem Vertragsabschluss angekündigt rund 30 Filialen zu schließen, da es für diese Standorte keine Zukunftsperspektiven mehr gäbe. Offensichtlich fackeln die Investoren nicht lange rum und vollziehen die angekündigten Vorhaben konsequent. Die derzeitigen Real-Manager handeln demzufolge in Absprache mit dem neuen Eigentümern.

Real wird zerlegt!

Die Käufer wollen oder müssen nur einen Kern ca. 50 Filialen mindestens zwei Jahre weiter betreiben. Demzufolge ist dann allerdings das gesamte operative Geschäft von Real, ab der definitiven Übernahme, auch von dem Konsortium zu steuern. Der Großteil der Filialen soll so schnell wie möglich an Kaufland, Rewe, Edeka, Globus, Famila und co. gehen.

Es muss davon ausgegangen werden das die Übergabe an die dann definitiv übernehmenden Händler noch einige Monate/Jahre dauern kann. Denn ein solch komplexer Übernahmeprozess dauert seine Zeit.

Übernahme Tempo bei Kaufland…

Kaufland will ja ca. 100 Real-Märkte übernehmen. Gehen wir mal davon aus das die Wettbewerbshüter dem Ansinnen zustimmen und Kaufland ab Herbst 2020 mit den Übernahmen beginnt, dann könnte folgendes zeitliche Szenario entstehen.

Unterstellen wir mal: Den Großflächen-Profis aus Heilbronn gelingt es 3-4 Standorte im Monat zu übernehmen, dann dauert der ganze Prozess dennoch mindesten ca. 3 Jahre. Dabei haben wir noch gar nicht die Personalverfügbarkeit der beiden Unternehmen bewertet. Ein äußerst anspruchsvolles unterfangen und nebenbei will ja die SCP auch noch Standorte an Edeka, Rewe, Globus und co. abgegeben.

Verdi ist in Alarmbereitschaft

10.000 Arbeitsplätze bei Real stehen offensichtlich nach dem Verkauf zur Disposition, so der Gesamtbetriebsratsvorsitzende! Demzufolge ist Verdi jetzt in Alarmbereitschaft, Stefanie Nutzenberger aus dem Verdi-Vorstand spricht von einem desaströs geführten Verkaufsprozess und fordert nun die Politik auf zu reagieren.

Das gesamte Thema Real wird uns auch in den nächsten Wochen noch aktiv beschäftigen. Was haltet ihr von der aktuellen Entwicklung? Bitte kommentiert hier oder bei uns auf Facebook.

 

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