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Jetzt gerät Metro mit Real unter Druck (Aktualisiert)

Der Handelskonzern Metro steht jetzt komplett im Fegefeuer

Der tschechische Investor Daniel Křetínský hat letzte Woche ein Übernahmeangebot an alle Aktionäre des Handelskonzern kommuniziert. Offensichtlich möchte er somit möglichst viele Stamm- und Vorzugsaktien aufkaufen. Wenn man den ersten Gerüchten glauben schenkt, soll nach dem erfolgreichen „Aufkaufprozess“, Metro von der Börse genommen werden.

Der Deal, das Team….

Křetínský und der Slowake Patrick Tkáč sind seit knapp einem Jahr bei der Metro investiert. Über die Holding EP Global Commerce halten die beiden Macher schon über 10% der Anteile an der Metro und damit auch von Real. Außerdem liegen Optionen auf weitere Anteile an Metro von verschiedenen Großaktionären vor, diese sind allerdings befristet. Sollten diese Optionen zum Zuge kommen, könnte das Investoren-Team die Anteile an der METRO-Group in diesem Schritt bis auf  ca. 30 Prozent erhöhen. Mit überschreiten dieser Schwelle ist ein weitere Aktienaufkauf höchstwahrscheinlich.

Křetínský zieht erste Option

Soeben am 24.6. 16.30 Uhr haben wir erfahren, dass Křetínský die Optionen von Ceconomy, die Eigentümerin von Media und Saturn, gezogen hat. Damit werden weiter Aktienanteile an die osteuropäische Investoren-Gruppe abfließen. Der Übergang dieser 5,4 Prozent der Metro-Aktien an Kretinskys Firma EP Global-Commerce wird in den nächsten Tagen erwartet.

Seit dem der tschechische Milliardär im August 2018 bei Metro eingestiegen ist , hat sich der Aktien Kurs von knapp 12,00 Euro auf über 15,00 Euro per Freitag letzter Woche entwickelt. Dieser sehr positive Trend wird wohl durch den angestoßenen „Aufkaufprozess“ weiter an Dynamik zunehmen.

Kampf um Real

Das Real von der Metro verkauft werden soll ist ja in aller Munde. Wir berichteten einige Male zu diesem spannenden Thema. Auch hier kämpfen noch heute unterschiedliche Investorengruppen um den Zuschlag. Zurzeit sitzen die Akteure von Redos am längeren Hebel und haben den Zuschlag von Metro für die Verhandlungsexclusivität erhalten. Jedoch kann davon ausgegangen werden, dass durch die eventuell veränderten Anteils-Verhältnisse, sich auch dieser Verkaufsprozess nochmals grundsätzlich verändern könnte. Welche Investorengruppe dann schließlich zum Zuge kommt, ist dann wieder offen.

Das Tagesgeschäft bei Real

Bei Real läuft das Tagesgeschäft weitestgehend noch normal. Jedoch haben die schon lang andauernden Kämpfe, um die Übernahme der knapp 280 SB-Warenhäuser der Düsseldorfer, die gesamte Organisation geschwächt. Die Umsätze zeigen einen negativen Trend, die Ergebnisse müssten demzufolge starke Blessuren aufweisen. Die Motivation der gesamten Mannschaft ist allerdings nach unseren Informationen immer noch recht gut, und das bei diesen lang andauernden Gezerre.

Jetzt bekommt der ganze Fall die nächste Dimension und es geht nicht mehr „nur“ um Real, sondern um die gesamte METRO-Group.

Wir wünschen allen beteiligten ein glückliches Händchen.

Ehemaliger Real in München, seit Jahren geschlossen.

Noch etwas:

Gerade erreicht uns ein News unserer Freunde der Lebensmittelzeitung.

Dem zu Folge empfiehlt der Konzernvorstand der Metro den Aktionären,  das von Křetínský vorgelegte Angebot nicht anzunehmen.  Dieses sei wohl zu gering, dementsprechend rät der Vorstand den Aktionären zunächst von einem Verkauf ab.

 

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Fotos: Mit besten Dank von Stephan Hall und aus dem Archiv von Supermarkt-Inside.

 

 

 

 

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