Großflächen

Famila, Hit, Tegut, & co. wollen auch Real-Märkte!

Mittelständler müssen sich hinten anstellen

Der Real-Deal ist momentan das beherrschende Thema im LEH. Wöchentlich gibt es spannende neue Informationen, die von hoher Bedeutung für die gesamte Branche sind. Mit unseren Real-Listen bleibt ihr immer auf dem neuesten Stand. Beim genauen Blick in die Liste fallen aber die fehlenden Mittelständler wie Tegut oder Bartels-Langness (Bela) auf. Diese sind enttäuscht, dass die Verhandlungen in den letzten Wochen stagnierten. Das SCP-Management hat sich offensichtlich vollkommen auf die großen Deals mit Kaufland, Edeka und Globus konzentriert. Das sorgt für Unzufriedenheit bei den Mittelständlern, so einige Insider. Sie haben den Eindruck, dass die Top-Standorte längst vergeben sind. Vor allem wird das Bundeskartellamt mit dem Vorwurf kritisiert, dass es den Mittelstand zu wenig berücksichtigt hat.

Mittelständler kämpfen um die verbliebenen Real-Märkte

Die Mittelständler wissen genau, dass der Real-Deal eine der letzten großen Chancen im Markt ist (Stand heute), Großflächen zu übernehmen. Deshalb versuchen sie noch einen Teil der noch etwa 80 verbliebenen Real-Häuser zu ergattern. Laut unseren Informationen ist Tegut an sieben Häusern interessiert. Das Handelsunternehmen aus Fulda schielt vor allem auf Real-Märkte im Rhein-Main-Gebiet und in Süddeutschland. Auch die erfolgreichen Teams von Dohle (Hit) und Bünting ( Famila) bemühen sich sehr agil um Real-Standorte in Ihren Absatzgebieten.

Die norddeutschen Handels-Spezialisten von Bartels-Langness (Bela) und der Pfälzer Händler Wasgau beschäftigen sich ebenfalls mit Übernahmen in ihren jetzigen Einzugsgebieten. Damit soll offensichtlich auch die heimische Region vor neuen aggressiven Eindringlingen geschützt werden. Kaes hat bereits 2 Standorte angemeldet. SCP plant die Abwicklung der Real-Märkte bis Sommer 2022. Bis dahin können wir mit spannenden Kämpfen um die letzten Real-Märkte rechnen.

Kaufland und Edeka sind weiterhin in Lauerstellung

Auch Kaufland und Edeka haben noch nicht komplett mit ihren Bemühungen abgeschlossen. Die verbleibenden 80 Märkte sind zu viel, um sie nur unter den Mittelständlern aufzuteilen.

Wir halten es für möglich, dass sie ihre Bemühungen in der zweiten Jahreshälfte wieder intensivieren werden. Spannend wir dabei sein, wie das Bundeskartellamt agiert.

 

Sollte das Kartellamt die Mittelständler stärker berücksichtigen? Schreibt uns eure Meinung auf Supermarkt Inside oder bei Facebook..

 

Bilder: Archiv Supermarktinside

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