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Real-Deal: Immobilien füllen den Geldbeutel von SCP

Das Es geht heiß her um die 65 Immobilien

Der Real-Deal ist momentan das beherrschende Thema im LEH. Nachdem wir in den letzten Monaten quasi täglich über Übernahmen von Märkten spekuliert und informiert haben, wird es langsam ruhiger. Hinter den Kulissen wird jedoch eifrig weiterverhandelt. Heute werfen wir jedoch einmal keinen Blick auf die Märkte, sondern auf die 65 Immobilien, die SCP vor Jahresfrist von Metro übernommen hat. Die Immobilien sollen entweder wertstabil vermietet  oder verkauft werden. Laut unseren Informationen sind etwa ein Dutzend der Immobilien schon verkauft bzw. steht der Verkauf kurz vor dem Abschluss. Durch die Verkäufe dürfte SCP rund 200 Millionen Euro einfahren. Zusammen mit den 100 Millionen Euro, die der Verkauf der Digitalsparte an Kaufland eingebracht hat, hat man den Kaufpreis von 300 Millionen Euro wieder in die Kasse geholt.

Einige Immobilien sind schon vergriffen

Weitere Schließungskosten kommen selbstverständlich noch auf SCP zu. Metro hatte jedoch einen Real-Gesamtwert von 1 Milliarden Euro angegeben. Es steht also nicht allzu schlecht um den Geldbeutel von SCP. Auch wenn noch keine Preise an die Öffentlichkeit dringen, zeigt das Aussteigen von Rewe aus dem Bietergefecht eindeutig, dass die Immobilien nicht einfach verhökert werden. Kaufland wittert dicke Beute und hat deshalb wohl schon zugeschlagen. Offiziell ist noch nicht verkündet, jedoch verrät der Blick ins Handelsregister, dass sieben Immobiliengesellschaften in die Schwarz-Immobilienzentrale aufgenommen worden sind. Zudem steht schon fest, dass die Immobilie in Braunschweig an Globus geht. Eigentlich wollte hier Edeka zuschnappen. Nun sichern sich die Hamburger wohl die ehemalige Kriegsbaum-Zentrale in Böblingen-Hulb.

Auch Immobilienentwickler schlagen zu

Nicht nur Handelsunternehmen schlagen bei den Immobilien zu. So hat der Heidelberger Immobilienentwickler FOM bereits 4 Standorte gesichert. Laut unseren Informationen könnten bald Wohnungen in Duisburg-Großenbaum und in Mönchengladbach-Reyerhütte entstehen. In Mönchengladbach erinnert dann nur noch Kaufland als Ankermieter an die ehemalige Real-Zentrale. Für die beiden weiteren Ex-Real Märkte in Hildesheim und in Hannover-Linden gibt es andere Pläne. In Hannover-Linden soll ein anderer Supermarkt die Fläche übernehmen. In Hildesheim steht noch nichts Konkretes fest. Die Fläche soll jedoch weiterhin gewerblich genutzt werden. Über Preise wird zwar offiziell nicht gesprochen, die FOM-Rechnung gibt jedoch einen guten Eindruck von der Größenordnung. Die Heidelberger beziffern die vier Projekte nach den Entwicklungsmaßnahmen auf 300 bis 400 Millionen Euro.

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Bilder: Archiv Supermarkt Inside

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