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Lidls Käse-Smarttheke & erweiterte Öffnungszeiten sorgen für Unruhe

Käsevielfalt der Großfläche

So eine gut gestylte, mit riesiger Auswahl bis zu 1000 Artikel und duftender Frische gestaltete Käse Theke ist in den Großflächen, wie Globus, Real und Kaufland, aber auch bei gut geführten Vollsortimentern, wie Edeka und Rewe, schon eine Augenweide. Für viele Käseliebhaber ist diese sogar der wesentlichste Grund, die preisaggressiven Discounter nur als Arrondierung ihres Gesamteinkaufs zu betrachten. Aber echte Theken einzubauen, ginge nicht. Sie würden die notwendigen Kostenstrukturen dieses Vertiebstyps einfach plattschlagen. Es wird also getestet in Verpackungen, Sorten und Provenienzen. Bewegung in dieser Warengruppe ist immer. Aber die guten Thekenbetreiber bleiben halt immer besser und ein Dorn im Auge von Lidl, Aldi und Co.

Hieber in Grenzach

Lidl legt los

Unter dem Slogan “Vielfalt aus der Käsewelt” hat Lidl nun ein große Ecke aus seinem Kühlregal herausgeschnitten und offeriert dort Käsesorten, die man bei einem Discounter wirklich nicht erwartet. Die Marke “Meine Käserei” herbergt darunter jetzt finnischen “Finjusti Brandy Nuss”, französischen Ziegengouda, Schweizer St. Gallener Rahmkäse oder italienischen Pecorino Prezioso. Alle Käseartikel werden in ca. 100 Gramm Packungen ordentlich verpackt und kundenfreundlich offeriert. Eigentlich ist das reinster “Verpackungswahnsinn“, aber größere Einheiten fänden dann doch zu wenig Genießer. Wenn man dann noch die attraktiven Verkaufspreise betrachtet, wird das Umweltherz dann doch schwach und kauft. Tadellose Qualitäten gehen dort durch die Kassen und machen jetzt den Käsetheken richtig Druck.

Hinzu kommen neue Öffnungszeiten

Der Discounter erweitert seine Öffnungszeiten auf Täglich 7-22 Uhr,  die dann mittlerweile das Niveau von Supermärkten und SB-Warenhäusern erreichen. Damit generiert Lidl zwei weitere Elemente in seinen Service, die noch vor kurzen allein den Vollsortimentern vorbehalten waren.

LIDL

Sterben die Käsetheken nun?

Eine wirtschaftliche Einzelbetrachtung einer Käsetheke zeigt in der Regel nur ein desolates Vollkosten-Ergebnis – gewinnlos bis verlustig! Will man eine Theke nämlich gut betreiben, braucht man klasse Verkaufspersonal in ausreichender Mannschaftsstärke. Viele Großflächen gehen deshalb in den letzten Jahren dazu über und Prepacken. Aus der Frischtheke wird die Vollkonserve. Die französischen Großflächen, wie Carrefour und Leclerc sowie Jumbo in Holland marschieren hierbei kräftig voran.

Jedoch betreiben viele Rewe und Edeka Kaufleute ihre Theken mit viel Leidenschaft und Freude, die daraus entstehende Umsatzleistung bringt oftmals auch den notwendigen Ertrag mit sich.

Jumbo Arnheim

Der Kunde reagiert bereits. Unzählige Hinweise haben uns hierzu schon erreicht, dass man diese Prepack-Artikel nicht kaufen sollte. Dafür gibt es ausreichend Fertigverpackungen für in der Regel kleineres Geld. Die Thekenbetreiber rationalisieren sich damit selbst weg. Wenn jetzt noch pfiffige Discounter eine echte Alternative anbieten, beste Frische, Auswahl und gute Preise zeigen, wird das Sterbeglöckchen der Käsetheken noch lauter läuten. Lidl wird mit Sicherheit weiter Vollgas in diesem Sortimentsbereich geben. Auch die anderen Discounter werden nicht all zu lange auf sich warten lassen.

LIDL

Wie geht Ihr mit eurer Käsetheke um? Schreibt uns auf Supermarkt Inside oder unserem Facebook Account.

Bilder: Archiv Supermarkt Inside

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