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16.000 Discounter in Deutschland

Dieser Beitrag ist Teil 66 von 67 in der Serie Discounter

Discounter wollen wieder mehr expandieren – 16.000 Discounter in Deutschland

Noch vor wenigen Monaten, als Corona auf dem Höhepunkt war, konnten die Supermärkte punkten. Nun gehen die Discounter wieder mehr voran. Erstmals seit 2017 konnten mehr als 16.000 Standorte angezeigt werden.

Sicher ist es so, dass durch die noch immer andauernden Preissteigerungen bei vielen Lebensmitteln, die Kunden einen Discounter als preisgünstiger ansehen, ist dies nicht der einzige Grund des Wachstums. Ein großer Teil  des aktuellen Erfolges, liegt auch in der Expansion mit Neueröffnungen einiger Discounter. Es wurden im letzten Jahr mehr Filialen eröffnet, als geschlossen.

Aldi ganz vorne.

Allein Aldi Süd konnte bereits vor kurzer Zeit seine 2000 Filiale in Deutschland eröffnen- ein Plus von knapp 70 Standorten zu 2019. Lidl hat nachgezogen und konnte 35 neue Filialen hinzu gewinnen. Hier ist ein Umsatzplus von ca. 200 Millionen Euro eingeplant. Netto und Aldi Nord sind die Unternehmen mit den meisten Schließungen, allerdings werden diese zumeist durch neue Märkte ersetzt. 

Allein Aldi Nord hat 150 Filialen in seinen Planungen für das laufende Jahr noch im Visier. Bei Aldi Süd sieht es so aus, dass man zwar seit einigen Jahren leicht sinkende Durchschnittsumsätze verzeichnet, jedoch dafür näher am Kunden durch kleinere Verkaufsflächen, ist. Bestes Beispiel dafür ist der im Juli neu eröffnete Markt in Nürnberg, der nur 790 qm aufweist. Dafür ist jedoch eine gute Zentrumslage auch ein wichtiger Aspekt. Der Schlüssel für Wachstum heißt hier ganz eindeutig mehr Expansion.

Nachteile bei weiteren Discounter-Wettbewerbern.

Foto: Netto Marken-Discount Stiftung & Co. KG

Die großen Handelsketten der Discounter wie Lidl und Aldi haben auch große Vorteile bei ihren Mietzahlungen. Diese liegen zwischen 12 und 14 Euro pro qm in ländlichen Gebieten, in Stadtgebieten wird pro qm bis ca. 22 Euro gezahlt. Oft nicht zu stemmende Kosten für kleinere Wettbewerber. Auch haben die Großen den längeren Atem, wenn es um langjährige Projekte geht. Der stärkte Mitbewerber bei den Discountern ist Netto. Die Edeka- Tochter ist dabei, sein Filialnetz zu überarbeiten und auch neue Standorte anzugehen. Penny von Rewe geht einen ganz anderen Weg in seiner Geschäftspolitik. Hier geht es mehr darum, sehr gute Standorte zu haben, als auf Expansion zu zählen. Plan in 2022 liegt bei 50 Neueröffnungen, wobei 25 davon ganz neue Standorte sind. Die restlichen sind Umbauten oder Standortwechsel. Mit dieser ähnlichen Politik ist auch Norma erfolgreich. Bei aktuell 1450 Filialen sind pro Jahr ca. 100 Neueröffnungen im Plan.

Fakt ist, dass die Top- Player der Discounter, wie Aldi und Lidl, ihre Umsatz- und Marktanteile in Deutschland mehr durch Expansion erwirtschaften. Fakt ist aber auch, dass Deutschland nur zum Beispiel für die Schwarz- Gruppe nur noch ca. 25 Prozent des Konzernumsatzes einnimmt. 

 

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Bilder: Archiv Supermarkt-Inside

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