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Lidl macht auf “Vollsortiments-Discounter”

Vom Discounter zum Vollsortiments-Discounter, bei Lidl geht es stets bergauf

Lidl wirkt in Osteuropa wie ein Vollsortiments-Discounter

Das Expansionstempo von Lidl ist unglaublich. In den letzten beiden Jahren hat es sich in Osteuropa mehr als verdoppelt. Wenn der deutsche Discounter so weiter macht, wird er bald in allen Ländern der Region Branchenprimus sein. Mit ein Grund dafür mag der souveräne Auftritt als Vollsortimenter sein. Pro Jahr baut Lidl das Sortiment in den jeweiligen Ländermärkten um 5 bis 10 Prozent aus. Clever achtet das Unternehmen der Schwarz-Gruppe dabei auf Nischenprodukte. So finden Kunden bei Lidl Polen zum Beispiel ganze vegane Kühlregale. In Tschechien setzt das Unternehmen auf glutenfreie Produkte, die exklusiv angeboten werden. Kein Wunder, dass selbst die Schwester Kaufland sich schwertut, mit dem Tempo von Lidl Schritt zu halten.

Kaufland muss zu kämpfen mit dem guten Image der Schwester

Wenn auch Lidl und Kaufland beide zur Schwarz-Gruppe gehören, gibt der Wettkampf den Ton an. Und da müssen die Kaufländer sich eingestehen, dass sie langsam gegen den Discounter Lidl immer mehr verlieren. Durch die Positionierung als Vollsortimenter läuft Lidl zumindest in Osteuropa Kaufland davon. Vor sieben Jahren lag die Verkaufsfläche in Osteuropa von Kaufland bei 1.784.000 Quadratmetern. Und dabei noch weit vor Lidl, die bei 1.313.000 Quadratmetern lagen. In den letzten Jahren hat Lidl dann stetig aufgeholt. Bis die beiden Unternehmen dann letztes Jahr mit 1.999.000 (Kaufland) und 1.962.000 (Lidl) Quadratmetern beinahe auf gleicher Höhe waren. Wenn man die Zahlen von diesem Jahr betrachtet und die Prognosen bis zum Jahresende hinzunimmt, dürfte es dieses Jahr so weit sein, dass Lidl Kaufland knapp überholt. Ziel sind die 2,1 Millionen Quadratmeter.

Als Vollsortiments-Discounter überflügelt Lidl in Osteuropa alle

Wenn man alleine Rumänien unter die Lupe nimmt, dann wächst Lidl dort dreimal so schnell wie Kaufland. Und im Vergleich zum Marktdurchschnitt viermal so schnell. Der Schein als Vollsortimenter wirkt in allen Ländern. Denn auch in Ungarn sieht es rosig aus für Lidl. Im letzten Jahr kletterte das Unternehmen von Rang vier auf Rang zwei. Die Marktführerschaft scheint also zum Greifen nah. Vor allem, weil die Zahlen bei Marktführer Tesco stagnieren. Wenn man den Prognosen von Branchenexperten glaubt, dann führt Lidl hier die Riege spätestens ab 2022 an.

Die gute Mischung aus steigender Verkaufsfläche, zunehmender Anzahl an Märkten und Image als Vollsortimenter scheint seine Wirkung zu zeigen. Lidl befindet sich in Osteuropa auf der Überholspur. Schreibt uns auf Supermarkt Inside oder bei Facebook wie ihr die Entwicklung einschätzt.

Fotos: Archiv Supermarkt-Inside

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