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Deutsche Discounter in Aufruhr: der Russe kommt

Russischer Discounter startet in Deutschland mit 100 Märkten

Deutschland, das Land der Dichter, Denker und Discounter! Und jetzt sollen ausgerechnet die deutschen Discounter im eigenen Land Konkurrenz bekommen. Die russische Firma Torgservis hat ihren Sitz in Krasnojarsk in Sibirien. In Rumänien konnten sie sich schon erfolgreich neben Kaufland, Lidl, Penny, Auchan & Co etablieren. Denn dort sorgen sie bereits für harte Konkurrenz und sind bei Basisprodukten bis zu 20 Prozent günstiger als die deutschen Kollegen (20% eine unfassbare Dimension). Dieser Erfolg soll nun nach Deutschland überschwappen. Schon in den nächsten Wochen wird der erste Markt in Leipzig eröffnet. Insgesamt plant TS-Markt in der ersten Welle ca. hundert Geschäfte, verteilt auf ganz Deutschland.

Netto In Affalterbach

„Jeden Tag nur Tiefstpreise“

So der Werbeslogan des sibirischen Unternehmens. Ein großer roter Schriftzug auf gelbem Hintergrund soll den Kunden anlocken. Wird der Name „Mere“ bald in aller Munde sein? Auf alle Fälle wird alles billiger als billig sein. Das Konzept basiert auf Paletten, Kartons, Kisten und Neonlicht. Mehr ist nicht drin, wenn die Sachinvestitionen für ein neues Geschäft sich in Russland auf gerade mal 1.000.000 Rubel belaufen (ca. 13.000 Euro). Und auch wenn Sachexperten davon ausgehen, dass es in Deutschland etwas mehr sein wird, ist das Prinzip klar. Die Kosten werden überall niedrig gehalten, auch beim Personal. Und dennoch ist das Unternehmen in Russland erfolgreich, denn gerade in diesem Mega-Land müssen viele Kunden sparen.

Der steile Aufstieg von Torgservis

Die Macherin und Vollblut Kauffrau Valentina Shnayder gründete 2009 das stark expansive Unternehmen. Inzwischen umfasst das Unternehmen 800 Märkte. Mit drei unterschiedlichen Handelsformaten blickt Shnayder stolz auf einen Umsatz von umgerechnet 1,3 Milliarden Euro. Davon entfällt rund die Hälfte auf die Billig-Variante, die vielfach in einem Franchisesystem betrieben wird.

Müssen sich die deutschen LEH Betreiber jetzt warm anziehen?

Die Discounter im Strudel der Machtkämpfe

Wenn man sich an die Anfänge von Aldi in den 60er-Jahren erinnert, dann weiß man, dass damals auch das oberste und einzige Prinzip war, die Kosten zu senken. Der steile Aufstieg der Discounter Aldi, Lidl, Netto & Co nahm in Deutschland seinen Lauf. Dann aber änderte sich bei vielen Discountierenden-Fialisten die Firmenphilosophie. Der Kunde stellte höhere Ansprüche und wollte mehr Wohlfühlambiente beim Einkauf. Frischeprodukte, Backshops, breitere Sortimente, Bio und Fairtrade sind immer mehr gefragt. Das hat natürlich die Kosten und die Umsätze der Discounter hoch getrieben. Allerdings haben sich die Kunden über die enorm erweiterten Sortiments und Serviceleistungen sehr gefreut. Das Ergebnis bei den Discountern ist, dass sich die Flächenproduktivität in den letzten Jahren überproportional gut entwickelt hat. Da stellt sich die Frage, kann ein neuer aggressiver Harddiscounter „Mere“, der alten Schule, nochmals die Herzen der deutschen Kunden für sich erobern?

Und jetzt wird es spannend. Wie werden die deutschen Discounter auf Mere reagieren? Werden sie die Preise senken um mit der russischen Konkurrenz mithalten zu können? Schreibt uns auf Supermarkt Inside, was ihr von dem neuen sibirischen Discounter haltet! Wird er Lidl, Aldi & Co das Fürchten lehren?

Fotos: Supermarkt-Inside, Beitragsbild Facebook Mere Supermarktes Rumänien

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