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Discounter blasen erneut zum Angriff

Dieser Beitrag ist Teil 68 von 78 in der Serie Discounter

Billigpreise – Die fast vergessene Tugend der Discounter

Der LEH erwartet in den kommenden Monaten eine noch intensivere Rezession, das heißt die Kunden müssen weiter sparen. Demzufolge stellt er sich darauf ein, dass die Kunden noch intensiver auf die Preise achten werden. Vor allem die Discounter bringen sich für den erwarteten Abschwung in Stellung. Denn im Vergleich zu Edeka, Rewe und Co konnten die Discounter nicht so stark von der Pandemie-Krise profitieren. Gesamtheitlich gesehen verbuchten die Vollsortimenter während und nach der Pandemie ein sattes Wachstum, der Discount dagegen hatte das Nachsehen. Deshalb besinnen sich Lidl, Aldi, Norma, Penny, Kaufland und Netto auf ihre Anfangszeiten und rücken ihre klassischen Stärken wieder voll in den Vordergrund. Mit unschlagbar günstigen Preisen treiben die Discounter die Vollsortimenter vor sich her.

Aggressive Preispolitik der Discounter Giganten

Screenshot Werbung KW 9/2023

Die Corona-Krise hatte die Kunden zum Umdenken gebracht. Statt in drei oder vier Läden nach den besten Angeboten zu stöbern, brachten sie ihren Einkauf in einem einzigen Laden so schnell wie möglich hinter sich. Dieser Trend spielte den Vollsortimentern perfekt in die Hände. Doch dieser Umstand ist nun vorbei, alle Pandemie-Beschränkungen sind seit wenigen Tagen komplett aufgehoben. Das diese veränderte Situation eine neue Intensität im Preiskampf mit sich bringt ist nur Logisch, den die Discounter schlafen nicht. Sie werben offensiv mit Titel und Billig-Preisen um die Gunst der Kunden. Lidl präsentiert den SPARSTURZ und belegt den Titel mit einer entsprechenden Maßnahmen.

Aldi Süd setzt auf “DEUTSCHLANS BESTER PREIS”.

Screenshot Werbung KW 9/2023

Aldi setzt auf “DEUTSCHLANS BESTER PREIS”. Zusätzlich testet Aldi neue Vermarktungs- Stategien, um die Kundenfrequenz zu erhöhen. Während er Saisonware wie Erdbeeren und Fleisch aus dem Haltungswechsel zu Niedrig-Preisen raushaut, bietet er jetzt auch ausgesuchte “LIEBLINGMARKEN” zu Hammerpreisen an. Und Kaufland nutz die gesamte Power des Großflächen-Discounter, großes Vollsortiment mit allen Preisen der klassischen Discounter.

Billigpreise: Die Schwarz-Gruppe setzt den Markt unter Druck

Screenshot Werbung KW 9/2023

Kaufland und Lidl sind sehr erfolgreich durch die Krise gekommen. Jetzt gilt es, das aufgebaute Kundenvertrauen auch zu behalten. Ein Weg zum Ziel ist die Preisgestaltung. Dabei sind die Strategien der Schwarz-Schwestern sehr unterschiedlich. Auf der einen Seite wirbt Lidl mit einem Mix aus günstige Eigenmarken und preislich attraktiven Industriemarken. Auf der anderen Seite punktet Kaufland vor allem mit knallhart kalkulierten Markenartikeln. Der Großflächendiscounter bewirbt seine Preis-Qualitäten seit Monaten wesentlich aggressiver als seine Kokurrenten. Im Vergleich zu den Top-Discountern hinkt Netto etwas hinterher. Folglich muss die Edeka-Tochter richtig Gas geben. Dabei zieht Netto alle Marketing-Register wie zum Beispiel die Rabatte zum Selberkleben oder der Knüller der Woche. Auch soll die gelungene neue Netto-App dabei helfen, das Geschäft durch die drohende Rezession zu bringen.

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Können Discounter über die Billigpreise die Vormachtstellung der Vollsortimenter wie Rewe und Edeka attackieren? Was zieht mehr: Ein großes Markenangebot oder ein günstiger Preis?

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Bilder: Archiv Supermarkt Inside

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