Umsätze

Mehrwertsteuer-Senkung , was macht Aldi, Lidl und co?

Gehen jetzt die Preise baden?

130 Milliarden Euro „Wumms“-Paket – Mehrwertsteuer -2%

Um aus der Corona-Krise herauszukommen, will die Koalition die Wirtschaft und den Konsum der Bürger wieder ankurbeln. Nach zwei Tagen Verhandlungen beschloss die große Koalition ein Corona-Konjunkturprogramm in Höhe von 130 Milliarden Euro. Dabei betonte Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz, „Wir wollen mit Wumms aus der Krise kommen“.

Das Konjunktur-Paket umfasst den Bereich der Mehrwertsteuer-Senkung, Hilfen für Kommunen, Zuschüsse für Familien und höhere Kaufprämien für Elektroautos.

Die Mehrwertsteuer wird gestutzt

Unter anderem hat die Koalition eine temporäre Senkung der Mehrwertsteuer beschlossen, die vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2020 gelten soll. Hierbei soll der Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent auf 16 Prozent sowie der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von Lebensmitteln von 7 auf 5 Prozent gesenkt werden. 

Die temporäre Senkung der Mehrwertsteuer ist die teuerste Maßnahme aus dem Paket. Die Kosten belaufen sich auf  rund 20 Milliarden Euro. Eine Senkung der Mehrwertsteuer hat es in Deutschland noch nie gegeben, sodass die Überraschung entsprechend groß war.

Die Politik hofft, dass die Händler die Produkte günstiger an die Konsumenten verkaufen. Dadurch sollen Kaufanreize entstehen, um den Konsum der Bürger wieder zu steigern. Damit soll auch auch die Produktion angekurbelt werden. 

Kritiker rechnen damit das der Einzelhandel allerdings die Preissenkungen grundsätzlich nicht so weitergibt. Sie tendieren dazu, dass die Preise konstant bleiben und somit der Handel selbst die Ersparnis der Mehrwertsteuer einkassiert.

Aldi, Lidl, Rewe, Edeka und co. werden die Preise reduzieren

Aldi Nord und Süd haben angekündigt, die Mehrwertsteuersenkung von 7 auf 5 Prozent durch niedrigere Preise an die Kunden weiterzugeben. Demzufolge werden wir in den nächsten Wochen mit deutlichen Preissenkungen im gesamten LEH rechnen können, denn was Aldi vormacht machen fast alle nach.

Somit müssten die Lebensmittel in gesamt Deutschland deutlich günstiger werden. Dies plant ebenfalls die Schwarz-Gruppe mit Lidl und Kaufland , Rewe und Edeka sowie andere Händler. Im Lebensmittelverkauf ist der Konkurrenzkampf dermaßen hart, dass kaum Spielraum für andere Maßnahmen bleibt wenn Aldi oder Lidl vorprescht. Genau diese Reaktion im Handel wollte die Politik auch mit der Reduzierung erreichen und demzufolge werden die Kunden partizipieren.

Corona hat den Handel unterschiedlich getroffen

Die einzelnen Wirtschaftszweige sind in der Corona-Pandemie unterschiedlich stark betroffen. Die Umsätze im Elektronik- und Bekleidungsgeschäft brachen ein. Der Lebensmittelhandel lief wie gewohnt robust weiter. Dort stieg teilweise sogar die Nachfrage extrem, jedoch hat sich jetzt die Lage im LEH mittlerweile einigermaßen normalisiert . Die großen Gewinner waren und sind  Onlinehändler, wie Amazon, Picnic u.w. profitierten von der Ausgangssperre überdeutlich. 

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Bilder: Archiv Supermarkt-Inside

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