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Corona: Die Ruhe vor dem Sturm?

Trotz steigender Zahlen ist Ruhe bewahren angesagt

Edeka Dominik Silberhorn

 

Marktleiter sehen die Ruhe schwinden

Seitdem die Zahlen der Corona-Infizierten wieder sehr stark ansteigen, fällt es vielen Kunden schwer, Ruhe zu bewahren. Dies macht sich in der Lebensmittelbranche mit den gleichen Phänomenen wie im Frühjahr zu Beginn der Pandemie bemerkbar. Marktleiter und auch selbständige Kaufleute berichten, dass die Nerven der Kunden blank liegen. Sogar Schlägereien sind vereinzelt vorgekommen. Deswegen haben viele Märkte ihre Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Auch der Kampf ums Klopapier ist schon wieder losgegangen. Genauso wie um Mehl, Teigwaren und Küchenrollen. Darum hängen in vielen Märkten wieder Verkaufsbeschränkungen an den Regalen. Einerseits können die Käufer dadurch nicht hamstern. Anderseits fühlen sich die Kunden natürlich in ihrer Sorge um Knappheit bei bestimmten Waren bestätigt.

Unternehmenszentralen hingegen strahlen Ruhe aus

Auf der Fläche ist gefühlt also schon wieder der Notstand ausgebrochen. Dahingegen haben die Unternehmenszentralen die Ruhe weg. Vielleicht ganz bewusst. Denn Angst und Panik waren noch nie ein guter Begleiter. Egal ob bei Rewe, Edeka oder auch zum Beispiel bei Aldi Süd. Im Prinzip sind sie sich alle einig. Die Lager sind gefüllt. Und eine ausreichende Versorgung mit allen Produkten ist gewährleistet. Viele Unternehmen waren auch so clever, ihre Warenbestände bereits zu Beginn der Corona-Krise zu erhöhen. Dementsprechend können sie dem Wirbel jetzt gelassen entgegenblicken.

Engpässe liegen wenn dann an den Herstellern oder im Warenfluss

Wenn man den Konzernen also Glauben schenken darf, gibt es keinen Grund zur Sorge. Zumindest nicht was die Versorgung im LEH betrifft. Entsprechend Ruhe bewahren auch noch die Politiker im Austausch mit den Handelsmanagern.

Zu Beginn der Pandemie fanden regelmäßige Treffen zwischen den Landes- und Bundespolitikern sowie den Managern der Konzerne statt. Diese sind in der vollen Regelmäßigkeit bisher noch nicht wieder eingeführt worden.

 

Die Stimmung in den Märkten ist also schon wieder recht angespannt. Hingegen bewahren die Zentralen der Lebensmittelbranche noch Ruhe. Die Frage ist, ob die Hersteller die notwendigen Kapazitäten auf Dauer liefern können. Wie schätzt ihr die Lage ein?

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Fotos: Archiv Supermarkt-Inside

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