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Netto ist der lachende Dritte

Wenn zwei sich streiten..

Seit Aldi seine Werbestrategie an die seiner Discountwettbewerber angepasst und Marken in Sonderangeboten offeriert, ist bei den Neckarsulmern das vermeintliche Exklusivrecht ins Wanken geraten. Gegenseitig wird nur noch abgeschossen, auch wenn es nur ein paar Cent Preisunterbietung ausmacht. So ist aktuell der Original Philadelphia bei Aldi für 88 Cent im Angebot. Lidl kann es besser und machte 85 Cent daraus. So ging es auch bei Coca Cola und Kerrygold. Das langjährige Werbe know how von Lidl lässt die Mülheimer und Essener nicht mehr richtig schlafen. Dass Netto, dem Dritten im Bunde, das nicht tatenlos bleiben lässt, war von vorne herein klar. Der Edeka Discounter schießt gnadenlos zurück und ist so preisaggressiv, wie schon lange nicht mehr. Lidl und Aldi müssen also nicht nur gegenseitig aufeinander aufpassen, sondern auch noch die Gelben im Auge behalten.

Aktuelle Vergleiche

Diese Woche trommelt Netto mit Dallmayr Prodomo für 3,59 € und Feinzucker, das Kilo für 44 Cent, Lidl sieht ganz schön blass dagegen aus. Die Krönung für 3,79 €und 2 kg Feinzucker für 99 Cent. Die Reaktion wird mit Sicherheit nicht lange auf sich warten lassen. Auch Aldi bekommt die Wucht des Drittgrößten Discounters zu spüren. Während Aldi die Äpfel für 1,89 € bewirbt, knallt Netto die 1 kg Schale für 1,49 € raus. Das Ganze peppen sie dann noch mit Ihrer Sortimentskompetenz auf. “Wir haben das größte Sortiment – über 5 000 Artikel zu Discountpreisen“, schreiben sie wortreich in ihren neuesten Flyer. Überhaupt propagiert Netto derzeit knuffige Überschriften, wie “Frühjahrsputz: Find ich dufte” oder ” ganz ökologisch “Ei (Anm. der Redaktion: das Osterei ist gemeint), wie Nachhaltig”.

Wer bleibt nun auf der Strecke?

Klar ist bei allen Aktionen und Reaktionen, dass sie Spanne und in Summe auch Rohertrag kosten. Die Frage ist nur, wer wird der größte Verlierer in diesem Veränderungsprozess sein? Sind es die Großflächen, die bereits die letzten Jahre schon nichts mehr zum Lachen hatten oder gar die Fachmärkte? Selbst die Vollsortimenter werden durch diese Veränderungen in eine Sandwich Position gepresst. Das Frühjahr und der Sommer werden durch diese Entwicklungen sehr spannend und anspruchsvoll. Dabei sind die anstehenden Sortiments- und Wettbewerbsveränderungen im Markt durch BIO und REAL eigentlich ausreichend, um seine Kapazitäten voll darauf auszurichten. Auch die anstehenden, gewaltigen Investitionen der Discounter in die Zukunftsfähigkeit ihrer Läden ist bei Weitem noch nicht abgeschlossen.

Wie geht Ihr mit diesen preislichen Eskapaden in euren Läden um. Bleibt diese Aggressivität noch lange? Schreibt uns auf Supermarkt Inside oder unserem Facebook Account.

Bilder: Archiv Supermarkt Inside

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