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Frischehammer made in Italy, Conad.

Wir waren bei Conad in der Toscana

Der Verband von Conad vereint 3.015 angeschlossene Verkaufsstellen mit insgesamt etwa 47.500 Mitarbeitern in ganz Italien sowie in Albanien und Malta. Diese sind in acht regionale Conad-Genossenschaften vereint und treten unter den Marken Conad und Margherita auf. Der Hauptsitz von Conad befindet sich in Bologna. 2014 erzielte Conad einen Umsatz von ca. 12,o Milliarden Euro.

Dass Italiener viel Wert auf gutes Essen und Trinken legen, ist nichts Neues. Wir haben einen CONAD Supermarkt in Cecina, einem  Küstenstädtchen in der Toscana, besucht. Denn wir wollten sehen, wie die italienische “Mama” einkauft, um sich die Zutaten für ihre herrlichen Pizzen und Pastas zu besorgen. Dabei traf uns der Frischehammer Made in Italy.

Klein aber fein.

Neben einem großen “Coop” behauptet sich der etwas kleinere “CONAD” seit Jahren am Rande der kleinen Küstenstadt. Während der Coop meist von den unzähligen ausländischen Urlaubsgästen frequentiert wird, bevorzugen die Einheimischen eher den deutlich kleineren “CONAD”. Sofort nach Betreten des Marktes hat man den vollen Durchblick durch die Frischeabteilung bis hin zu den Bedientheken. Dieser Bereich nimmt ungefähr ein Drittel der Verkaufsfläche ein. Das zweite Drittel belegen die Lebensmittel und Drogerieartikel und das dritte Drittel Hardware und Getränke. Wobei, wir sind in Italien, die Weinabteilung genau so viel Fläche einnimmt, wie die restlichen Getränke.

Das überzeugt: Der Frischehammer

Worauf es der italienischen “Mama” vor allem anzukommen scheint, ist die Frische. Großzügig platziert, hell ausgeleuchtet und in großer Vielfalt präsentieren sich im vorderen Bereich Obst und Gemüse in SB. Hier finden wir an einem normalen Dienstag große Platzierungen an Exoten wie Litchies, Drachenfrucht, Passionsfrucht, Rambutan und vieles mehr. Dazu Tomaten in mindestens sechs Variationen, viel Zitrusfrucht, Melonen im Überfluss und Südfrüchte. Ein überwältigendes Angebot, dass die Kunden sicherlich dazu bringt, mehr auf die Waage und in den Einkaufskorb zu legen, als geplant. Wir haben auf jeden Fall unseren Einkaufszettel zusammen geknüllt und uns nur noch vom Angebot inspirieren lassen.

Klasse statt Masse

Nur Positives können wir auch über die Frischetheken berichten. Sauber, gepflegt und modisch das Outfit des Personals, das mit Geduld und Freundlichkeit auch auf radebrechend italienisch sprechende Deutsche eingeht. Wohltuend das Angebot. Nicht hundert Sorten Wurst von denen 60% nahezu gleich schmecken sondern wenige Sorten, mit Schwerpunkt Schinken, dafür aber jede exzellent im Geschmack und toll präsentiert. Vorgeschnittene Ware, die schon seit Stunden auf ihren Kunden wartet, gibt es nicht. Probieren? Kein Problem. Auf Angebote wird ausdrücklich hingewiesen. Wünscht man eine dünnere Schnittstärke oder Ware von einem anderen ganzen Schinken, die verlockend im Hintergrund baumeln, erfährt man einen Kennerblick. In Deutschland wird man für so etwas leider immer wieder abgestraft. Gleiches in der Käseabteilung. Auch hier ist weniger mehr. Und wieder schlägt der Frischehammer made in Italy zu. Zehn verschiedene Sorten Mozzarella und Burrata warten frisch in der Lake darauf, Tomaten zu einem Genuss zu machen. Mindestens genauso variantenreich das Angebot an Parmesan und Peccorino. Das restliche Käseangebot ist für den deutschen Geschmack etwas zu eingeschränkt. Aber wir sind ja auch in Italien.

Fisch satt!

Dass Cecina an der Küste liegt, merkt man dann sofort an der Fischtheke. Hier herrscht Überfluss an Sorten und Menge. So wie es sich am Meer gehört. Dabei legt man auch hier viel Wert auf fangfrische Ware. Der Spezialist hinter der Theke erklärt übrigens gerne, wie welcher Fisch seiner Meinung nach am besten zubereitet wird. Um ihn zu verstehen, sollte man jedoch über ein gewisses Maß an Italienischkenntnissen verfügen. Wenn nicht, macht es trotzdem Spaß, ihm zuzuhören und dabei zuzusehen, wie er blitzschnell Fische ausnimmt, entschuppt und auf Wunsch gleich filetiert.

Unterm Strich punktet Frische.

Sichtlich beeindruckt reihen wir uns in die übersichtliche Schlange an den Kassen ein. Hier dauert es ein bisschen, weil “CONAD” Barzahlungsautomaten einsetzt, bei denen nicht mehr die Kassiererin das Geld annimmt, sondern ein Cashautomat am Ende des Bandes. Das führt besonders bei älteren Kunden zu Stress, weil sie mit dem Verpacken der Ware (leider noch viel zu oft in Plastiktüten) und der Aufforderung zum Befüllen des Automaten überfordert sind. Doch da hier meist Italiener einkaufen, stört die kurze Wartezeit niemanden, denn man hat sich ja doch immer etwas zu erzählen. So wie wir sofort beschlossen haben, Euch vom Frischehammer made in Italy zu berichten.

 

Wie sind eure Erfahrungen mit dem Lebensmitteleinkauf im Urlaub? Bitte kommentiert hier…..

 

 

Fotos: Archiv Supermarkt-Inside

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