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25 Mio. € Strafe für die polnische Nr.1

Strafe: Biedronka muss tief in Tasche greifen

Auch die polnische Nr. 1 des Lebensmitteleinzelhandels in unserem großen osteuropäischen Nachbarland wird von den nationalen Behörden abgestraft.

Immer wieder greifen Behörden in Polen konsequent durch. Gerade die Handelsunternehmen aus Westeuropa sind vielfach einer gewissen Willkür ausgesetzt. Fast alle großen Player in Polen wie z.b. Tesco, Carefour, Auchan, Lidl und auch Kaufland können davon ein Lied singen. Jetzt hat es mal wieder die Nummer 1 des polnischen Lebensmitteleinzelhandel erwischt.

Wettbewerbsbehörde brummt Biedronka hohe Geldstrafe auf

Die polnische Wettbewerbsbehörde/Monopolamt hat dem Discount-Marktführer Biedronka mit einer Geldstrafe von 25.0 Mio. Euro belegt. Offensichtlich haben die Macher von Biedronka die vielen Verwarnungen der oben genannten Behörden nicht ernst genommen. Denn seit 2016 soll das Unternehmen, das zur portugiesischen Jeronimo Martins Gruppe gehört, systematisch falsche Preise in den Märkten anzeigen.

Falsche Preisauszeichnung bei Biedronka?

Die Behörden haben demzufolge in den letzten Jahren intensiv die Preisstimmigkeit im polnischen LEH geprüft. Im Vorfeld gab es immer wieder durch Kunden bei den Behörden Beschwerden, dass bestimmte Händler die ausgezeichneten Preise per Regal-Etikett oder Plakat nicht an den Kassen gewähren. Diesen Anlass haben die Beamten genutzt und haben in den letzten Jahren eine intensive Schwerpunktkontrolle zum Thema Preisstimmigkeit durchgeführt.

Dabei ist Biedronka ganz besonders negativ aufgefallen. In mehren Hundert Filialen polenweit haben bei den Store-Checks der Behörden teilweise die Verkaufspreise an der Ware gänzlich gefehlt oder fast noch schlimmer, die Preise an der Kasse haben nicht zur Auszeichnung gepasst.

Arglistige Kundentäuschung oder Chaos im Betrieb?

Auch im polnischen LEH herrscht ein extrem harter Wettbewerb. Demzufolge optimieren die Händler permanent die Kostenstrukturen und gerade im Discount heißt das vielfach Personalkostenreduktionen. Wenn dann die Kontroll-Systeme nicht stabil arbeiten, kommt es vielfach zum Chaos. Und das aller schlimmste dabei ist, dass durch eine solche dauerhafte Schlechtleistung auf der Fläche die Kunden in Hochgeschwindigkeit zum Wettbewerber abwandern. Denn auch in Polen kämpfen Lidl, Aldi und Co. um jeden Kunden den man von JMP abkassieren kann.

Jedoch will das, in Portugal ansässige Handelsunternehmen, gegen diese Strafe aus Polen Widerspruch einlegen.

Was haltet ihr von dem Vorgehen der polnischen Behörden, wäre das auch eine Option für Deutschland? Denn nicht stimmende Preise im Markt sind ein riesen Kundenärgernis.

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Bilder: Archiv Supermarkt-Inside

 

 

 

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