Discounter-news

Osteuropa bliebt ein Wachstumsmarkt für Discounter.

Dieser Beitrag ist Teil 63 von 74 in der Serie Internationale Händler

Siegeszug von Discount- setzt sich weiter fort – Osteuropa bliebt ein Wachstumsmarkt für Händler mit billig Preisen!

Osteuropa vorrangig mit den Ländern Polen, Tschechien, Rumänien und Ungarn, steht immer mehr im Blickpunkt der großen Billiganbieter. Die Discounter suchen verstärkt nach Übernahme- oder Akquisitionschancen. In Polen tut sich besonders „Biedronka“ hervor, die durch die letzten ca. 20 Neueröffnungen, aktuell auf 3350 Filialen kommen.

In Osteuropa ist viel los!

Biedronka (deutsch Marienkäfer) ist eine polnische Lebensmittelkette, die zur international tätigen portugiesischen Unternehmensgruppe Jerónimo Martins gehört. Mit 3350 Filialen und über 70.500 Beschäftigten war Biedronka im Jahr 2022 die größte Supermarktkette und das zweitgrößte Unternehmen in Polen.

Aldi Nord ist nun immerhin mit 240 Märkten in Polen vertreten, was aktuell einen Anteil am Markt von ca. zwei Prozent bedeutet. Ziel von Aldi ist es , die Filialanzahl zukünftig deutlich zu erhöhen. Hier soll sogar von ca. 1000 Filialen in den nächsten zehn Jahren die Rede sein.  Dabei sind auch Übernahmen möglich. Mitbewerber Lidl kommt aktuell bereits auf über 800 Standorte.

Eurocash und Netto auch auf gutem Weg.

Schon im August 1995 eröffnete Netto das erste polnische Geschäft in Stettin. Vor gut zwei Jahren wurde Tesco Polen übernommen und 250 Märkte bereits gut integriert. Nun zählt das Filialnetz der Dänen landesweit über 600 Standorte. Auch Netto will weiter wachsen und erwägt auch Zukäufe.

Gleiches gilt für Eurocash, der nach Biedronka der größte Anbieter mit 16.000 eigenen Filialen und Franchisemärkten ist. Eurocash S.A. ist ein börsennotierter Handelskonzern mit Sitz im großpolnischen Komorniki. Das Unternehmen betreibt in Polen Großmärkte unter der Marke Eurocash  Cash&Carry und ist Franchisegeber mehrerer polnischer Einzelhandelsketten, u. a. Lewiatan, Delikatesy Centrum und Groszek.  Besonders die kleineren Supermärkte unter dem Namen „Delikatesy Centrum“, die vorrangig von selbständigen Franchisenehmern geführt sind, sind strategisch wichtig für weitere Standorte bei Eurocash.

Ungarns Regierung vermindert Ertragslagen der Händler.

Viele Regierungen weltweit suchen nach immer neuen Einkommensmöglichkeiten , um „leere“ Kassen zu füllen. Ungarn ist dafür ein Paradebeispiel. Bereits im Juli letzten Jahres hatte Ungarns rechtsnationale Regierung eine „Extraprofit-Steuer” eingeführt, um u.a. Übergewinne verschiedener Wirtschaftszweige abzuschöpfen.  Darunter fielen  Energieunternehmen, Banken, Versicherer, Telekommunikations-Firmen und Fluggesellschaften und auch Pharmaunternehmen. In Ungarn findet man fast alles, was man auch in Deutschland findet . Aldi, Lidl, Obi, Penny, dm, Rossmann Metro, Ikea usw. Zusätzlich gibt es einige Handelsunternehmen wie die großen Märkte von Auchan und Tesco.

Nun wird auch der Einzelhandel zur Kasse gebeten. Seit diesem Jahr müssen die großen Handelsketten den Höchststeuersatz von 4,1 Prozent zahlen, vorher betrug die Belastung nur 2,7 Prozent. Das bedeutet auch, dass es für viele Unternehmen immer schwieriger sein wird, noch gute Ertragslagen zu erwirtschaften.

Was haltet ihr von diesem Thema? Bitte schreibt uns indes eure Meinung auf Supermarkt Inside.

Foto: Archiv Supermarkt-Inside

Serien Navigation<< Rewe Group treibt die Billa Privatisierung in Österreich voran.„Plauderkassen“ bei Jumbo >>

Trend

Nach Oben