Polen

Auchan in Polen mit der Kehrtwende.

Dieser Beitrag ist Teil 4 von 4 in der Serie Auchan

Auchan in Polen mit Kehrtwende – Eigenmarkenstrategie wieder im Fokus

Der Preiskampf in Polen ist auf dem Höhepunkt. Das merkt auch der französische Händler Auchan. Hier gehen Unternehmen wie der heimische Anbieter Biedronka und die deutsche Schwarz-Tochter Lidl mit großen Schritten nach vorne.

Nun will Auchan mit einer neuen Preisstrategie punkten. Hierbei geht es vorrangig um die Eigenmarken, die schon vor Jahren mit einem Niedrigpreis- Label unter dem Symbol mit einem erhobenen Daumen angeboten wurden. Diese frühere Preisstrategie soll nun wiederbelebt werden. Diese Kampagne wird auch marketingtechnisch unter dem Motto „lohnt sich immer“ stark beworben.

Discounter und Eigenmarken in Polen ganz vorne. 

Auchan will nun stärker an die Wettbewerber herankommen. Besonders in den aktuellen Inflationszeiten greifen die Kunden immer mehr zu Billig- oder Eigenmarken im Handel. Laut Prognosen soll hier der Anteil stark wachsen, im Gegensatz hierzu bei den Großflächen absacken. Dies zeigen auch deutlich die Zuwächse von Lidl und Biedronka in Polen. Diese haben beide zweistellige Zuwächse erreichen können. Auchan dagegen nur ein leichtes Umsatzplus von ca. 1,4 Prozent.

Nun geht auch Auchan einen Schritt zurück, um hier den Wettbewerbern Paroli zu bieten. Denn früher hatten die Hypermärkte von Auchan ein gutes Preisimage, was an die Discounter mithalten konnte. Selbst Wettbewerber wie Kaufland geht den Weg, seien Eigenmarken wieder mehr in Fokus der Verbrauchen zu rücken. Hier werden die K-Classic- Sortimente wieder mehr in den Vordergrund beworben.

Bedeutung der Handelsmarken wächst weiter.

Bellarom Lidl Eigenmarke

Laut vieler Studien von GfK oder auch Nielsen wachsen die Handelsmarken weiter. Im europäischen Vergleich liegt Polen sogar mit fast 40 Prozent Anteil noch unter vielen anderen Länder. In Deutschland liegt der Anteil bei ca. 48 Prozent, Frankreich bei 42 Prozent und Großbritannien sogar über 50 Prozent. Nur die Schweiz und Belgien liegen laut statista bereits weit über 50 Prozent der Eigenmarkenanteile im Lebensmittelhandel.

Weitere Steigerungen sind für 2022 absehbar, da alle Großflächenbetreiber mehr denn je nach weiteren Umsatzpotenzialen und Ertragsgewinnen besonders bei den Handelsmarken, suchen.  Das ist nachvollziehbar, ist doch bei den Lebensmittelpreisen und Energiekosten keine erhebliche Senkung zu erkennen.

Als Beispiel ist der britische Marktführer Tesco zu nennen. Tesco testet aktuell im Heimatland ein neues Konzept unter dem Titel „the Bakery“. Auch hier soll das Eigenmarkensortiment mehr in den Vordergrund präsentiert sein.

Handels- und Eigenmarkenanteile wachsen weiter….

Fakt ist, dass sicher die Handels- und Eigenmarkenanteile im laufenden Jahr erst einmal weiter wachsen werden. Auch bleibt abzuwarten, wie sich Preise weiterentwickeln. Viele Regierungen schnüren aktuell Entlastungspakete und es ist nicht abzusehen, wie sich dies noch auf das Einkaufsverhalten der Verbraucher auswirkt.

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Bilder: Archiv Supermarkt-Inside

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