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Lebensmittelhandel in Russland gefährdet….

Lebensmittelhandel in Russland gefährdet – Preismanipulationen bei großen Händlern.

Russland: Das russische Kartellamt FAS hat nun Verfahren gegen die beiden Marktführer X5 Group und auch gegen Magnit angestrengt. Die Vorwürfe beziehen sich auf Preismanipulationen. Der Föderale Antimonopoldienst Russlands ( FAS ) ist das Exekutivorgan der Regierung auf Bundesebene , das die Ausführung des Kartellrechts und verwandter Bereiche kontrolliert. Die FAS wurde von Präsident Wladimir Putin durch Dekret Nr. 314 gegründet, das am 9. März 2004 erlassen wurde. Die Agentur wurde von ihrer Gründung im Jahr 2004 bis 2020 von Igor Artemiev geleitet. Er wurde seitdem in dieser Funktion von Maksim Shaskolsky, dem ehemaligen Vizegouverneur von Sankt Petersburg , ersetzt .

Vorwürfe durch die FAS beziehen sich auf erhöhte Zuckerpreise

Die Vorwürfe durch die FAS beziehen sich auf erhöhte Zuckerpreise, die durch bewusste Knappheit verursacht wurde. Die Unternehmen jedoch widersprachen hier, dass Kunden sogenannte Hamsterkäufe tätigten. Das Unternehmen X5 Group will nun in den nächsten Tagen Preisforderungen von Herstellern überprüfen. Zur Erläuterung: Die X5 Retail Group zählt zu den führenden russischen Multiformat-Lebensmitteleinzelhändlern[3]. Die Gruppe verwaltet die Supermärkte von mehreren Handelsketten: „Pjatjorotschka“ Nachbarschaftsläden, „Perekrjostok“ Supermärkte und „Karussell“ Hypermärkte.

PAO Magnit ist ein russischer Einzelhandelskonzern mit Firmensitz in Krasnodar. Nach Firmenangaben hat das Unternehmen rund 260.000 Mitarbeiter und betreibt mehr als 5.500 Supermärkte, über 100 Hypermärkte und fast 500 Drogeriemärkte an insgesamt über 1.500 Standorten in Russland.

X5 Group hat bereits reagiert

Auch will der Handel in Russland nun intensivere und engere Zusammenarbeit anstreben. Hier hat die X5 Group bereits reagiert und deshalb extra die Position eines Präsidenten durch eine bisherige Bereichsleiterin, die für Rechtsangelegenheiten tätig war, besetzt.

Aktuell durch den schon wochenlang anhaltenden Krieg mit der Ukraine, steht die Warenversorgung für die Menschen und für die Händler an allererster Stelle mit höchster Priorität. Denn auch der Rubelkurs ist in den Währungsschwankungen bis über 40 Prozent in letzter Zeit n die Höhe geschnellt. Dies betraf vor allem importierte Lebensmittel. Dazu verteuern sich zudem auch die heimischen Produkte durch die hohe Inflationsrate. Im Februar 2022 lag die Inflationsrate in Russland bei rund 9,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat (Quelle: statista). Demzufolge hat der Preisauftrieb den Kunden riesige finanzielle Löcher in das Haushalts-Buget gerissen.

Rückgang der Kundenfrequenzen in Einkaufszentren

Dazu kommt auch noch, dass durch den Wegfall einiger westlicher Non-Food– Unternehmen, ein stärkerer Rückgang der Kundenfrequenzen in Einkaufszentren befürchtet wird. Hier sind schon die ersten Forderungen nach Mietpreissenkungen bei Unternehmen wie Auchan und auch die X5 Group laut geworden.

Foto: Website Magnit

Interessant ist auch, dass die russische Handelsbranche ein sogenanntes „Memorandum 2022“  erarbeitet hat, um den Händlern und Herstellern eine bessere Überlebensfähigkeit, zu gewährleisten. Dabei sind folgende Punkte entworfen worden: Preisvorschläge innerhalb 10 Tagen zu beantworten, Vertragsstrafen für Hersteller sind auszusetzen und Zahlungsziele sollen auf nur noch 15 Tage verkürzt sein.

Welche Erfahrungen habt ihr jedoch zu diesem Thema schon gemacht? Schreibt uns bitte indes eure Meinung auf Supermarkt Inside.

 

Bilder: Archiv Supermarkt-Inside

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