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Wie der Ukraine- Krieg Einfluss auf den Handel nimmt

Aktuelles zu den Preisanstiegen – wie der Ukraine- Krieg Einfluss auf den Handel nimmt.

PRESSEMOTIV: Netto startet bundesweite Spendenaktion für Ukraine-Hilfsaktion der „Stiftung RTL – Wir helfen Kindern e.V.“

Seit Tagen ist nun bekannt, dass der Discounter Aldi erhöht die Preise bei ca. 400 Produkten erhöht hat. Hier waren am meisten Kaffee- und Backwaren, Waschmittel, Nudeln und Speiseöl betroffen. Gründe dafür gibt es viele. Zum einen Druck seitens der Lieferanten, die aufgrund steigender Rohstoffkosten und auch Erhöhungen bei Frachtkosten und Verpackungen, dies weitergeben müssen. Dazu noch die hohen Energie- und Benzinkosten.

Andere Lebensmittelunternehmen und Discounter ziehen nach. Grund auch hier: 

Gestiegene Kosten für die Lebensmittelproduktion wegen des Kriegs in der Ukraine. Die Erhöhung bei Aldi beeinflusst auch die Preise in anderen Supermärkten und Discountern. Erfahrungsgemäß orientierten sich viele Händler an den Aldi-Preisen. Der Verbraucher kann diese Probleme schon jetzt in vielen Geschäften beobachten. Waren es zu Beginn der Corona– Pandemie vorrangig Hygieneartikel, die fehlten, sind es jetzt mehr Lebensmittelartikel wie Speiseöl. Der Mangel hat diesmal weniger mit Hamsterkäufen zu tun, sondern damit, dass  bestimmte Waren gegenwärtig nicht oder deutlich schwerer als zuvor verfügbar sind.

Copyright: Vodka Zelensky

Beim Sonnenblumenöl ist die Ukraine eines der weltweit wichtigsten Exportländer

Denn beispielsweise beim Sonnenblumenöl ist die Ukraine eines der weltweit wichtigsten Exportländer. Dadurch, dass von dort derzeit nichts mehr kommt, entstehen natürlich auch Lücken in den Verkaufsregalen im Supermarkt. Das Gleiche gilt beim Mehl, wo sich neben den Lieferengpässen, vor allem die vorangegangenen Missernten in anderen Ländern negativ auf Verfügbarkeit auswirken. Der meiste Weizen für Deutschland wird zwar in unserem Land selbst angebaut, aber die hohen Weltmarktpreise wirken sich auch auf die Preise hierzulande aus. Die Situation in der Ukraine führt zu zusätzlichen Herausforderungen in den Lieferketten und bei der Rohstoffbeschaffung. Diese Hintergründe wirken sich auch auf unser Sortiment aus, in Form steigender Einkaufspreise. Dazu auch der Ukraine- Krieg in der Beschaffung von Rohstoffen.

Die Ukraine gilt auch als die “Kornkammer Europas”

Die Ukraine gilt auch als die “Kornkammer Europas”. Das Land ist einer der größten Weizenexporteure der Welt. Ein Drittel der fruchtbaren Schwarzerde-Böden befinden sich in der Ukraine. Das ukrainische Ackerland entspricht gut einem Viertel der Flächen, die es in der gesamten EU gibt. Nahrungsmittel sind das zweitwichtigste Exportgut der Ukraine – nach Eisen und Stahl. Auch ein Grund für Verteuerungen bei Weizen und eben auch Sonnenblumenöl.

Dazu kommt auch noch, dass aus Solidarität mit den Menschen in der Ukraine viele Handelsketten darauf reagiert haben und Produkte aus Russland aus dem Sortiment genommen haben. So fallen in manchen Warengruppen hier auch mögliche Ersatzprodukte weg. Bei „Rewe“ und „Penny“ beispielsweise werden in Russland produzierte Lebensmittel konsequent „auf zentraler Ebene ausgelistet. Ähnliches gilt für Edeka und vielen anderen Unternehmen. Um sieben Prozent könnten sich Lebensmittel nach Berechnungen des ifo-Instituts in diesem Jahr noch verteuern.

Grafik: Schwarz Gruppe

Wohin der weitere Weg bei den Preissteigerungen bei Energiekosten, Rohstoffen, wie auch bei Getreide in 2022 genau hinführt, ist noch nicht absehbar. In der Logistik gibt es bereits alternative Antriebe, wie es zum Beispiel in der Schweiz Lebensmittelhändler wie die Migros oder Coop  bereits nutzen. Schon seit über einem Jahr nutzen die Schweizer bereits ihre Filiallieferungen mit Wasserstoff- LKWs. Hier ist zu wünschen, dass auch Top- Player im Handel aus Deutschland bald neue Wege gehen.

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Bilder: Archiv Supermarkt Inside

 

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