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METRO: Ukraine- & Russlandgeschäft in Nöten!

Wie auch bei anderen großen Unternehmen, die in der Ukraine oder auch in Russland Geschäfte betreiben, hat dies auch Auswirkungen auf die Metro- Gruppe.

Bild: imago images

Besonders im Bereich der Abschreibungen mussten hohe Verluste verzeichnet werden. Gesamt spricht der Vorstand von ca. 200 Millionen Euro. Der Konzern sieht trotzdem optimistisch in die Zukunft, da das Business mit Restaurants und auch Hotels jetzt nach den Aufhebungen der Corona- Beschränkungen wieder gut läuft. Dadurch ist mit mehr Umsatz und Gewinn zu rechnen und das Unternehmen hat für das zweite Quartal ihres Geschäftsjahrs die Prognosen wieder etwas erhöht. Das Geschäftsjahr endet am 30. September jeden Jahres.

Der Handelskonzern rechnet nun mit einem Umsatzwachstum von 9 bis 15 Prozent, logischerweise “Iflationsunbereinigt”.

Bis vor kurzem war das Management nur von einem Umsatzplus von 3 bis 7 Prozent ausgegangen. Allerdings gibt es immer noch sehr viele Unsicherheiten, da Warenverfügbarkeit und auch aktuelle Sanktionen das Geschäft beeinflussen können. Ein noch länger andauernder Krieg, Währungseffekte und noch mehr Sanktionen sind weitere Unsicherheitsfaktoren für den Konzern.

Mit Stand 30. September 2021 verfügte die Metro AG über 93 Märkte in Russland. Diese trugen im letzten Geschäftsjahr immerhin 10 Prozent zum Umsatz und sogar 17 Prozent zum Ebitda bei. METRO hatte im vergangenen Geschäftsjahr 2020/21 in Russland mit 93 Märkten einen Umsatz von rund 2,4 Milliarden Euro eingefahren. Das Ebitda ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die den nachhaltigen operativen Cashflow vor Steuern eines Unternehmens beschreibt.

Die Vermögenswerte der Metro in Russland belaufen sich nach öffentlichen Registerauszügen auf 603 Millionen Euro.

“obs/Metro Deutschland GmbH/METRO Deutschland”

Auch die Geschäfte in der Ukraine belasten aufgrund des Krieges die Bilanzen. Mit 26 Großmärkten und 3400 Beschäftigten ist die Metro in der Ukraine präsent. Nach dem Einmarsch der Russen wurden einige der Märkte vorsorglich geschlossen. Der Umsatz in der Ukraine betrug im letzten Geschäftsjahr ca. 800 Millionen Euro.

Für die Metro kamen damit die Aufhebungen der Corona– Beschränkungen zu einem guten Zeitpunkt. Denn dadurch konnten Umsätze stabilisiert und erhöht werden. Auch sicherlich mit ein Grund, warum der Konzern seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr von drei bis sieben Prozent, auf aktuell neun bis 15 Prozent erhöht hat. Beim bereinigten Gewinn vor Steuern und Zinsen, sowie der Abschreibungen rechnet der Konzernriese mit einem eher moderatem Ergebnis über dem Vorjahr, eventuell ist ein leichtes Plus noch erreichbar. Die Daten und Zahlen bis heute aus dem zweitem Quartal sehen auf jeden Fall vielversprechend aus. Ein Plus währungsbereinigt von 26 Prozent, in der bereinigten Ebitda auch ein Plus von über 40 Millionen Euro.

 

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Fotos:  Archiv Supermarkt-Inside

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