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Metro verliert im Ergebnis trotz Umsatzplus.

Dieser Beitrag ist Teil 16 von 16 in der Serie Metro

Metro verliert im Ergebnis trotz Umsatzplus. Schlechtes Russland-Geschäft belastet die Metro-Bilanz.

Insgesamt kann der Großhändler Metro mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/ 2023 (bis 30.09.2023) trotz Inflation und Verluste im Russland- Geschäft, noch einigermaßen zufrieden sein. In den meisten Ländern stand ein Umsatzplus zu Buche. In Deutschland wuchs der Umsatz im Geschäftsjahr 2022/23 sogar um 3,5 %. Dabei machte die Umsetzung der sCore Strategie bereits gute Fortschritte. Die  „sCore- Strategie“ steht für Wachstum im Kerngeschäft der Metro für Profikunden. Dies zeigt sich auch in der Umsatzentwicklung mit den HoReCa-Kunden. Die Abkürzung steht für HOtel/REstaurant/CAfé oder auch HOtel/REstaurant/CAtering. Der berichtete Umsatz stieg auf 4,9 Mrd. €.

Der Umsatz im Segment West stieg im Geschäftsjahr 2022/23 um 4,4 %. Hierzu trugen insbesondere die Länder Frankreich, Spanien und Italien bei.  Dazu muss ergänzt werden dass die Umsätze des belgischen Geschäfts seit dem Verkauf im Mai 2022 nicht mehr enthalten sind. Das HoReCa-Geschäft in Frankreich, Spanien und Italien entwickelte sich gut und der Umsatz stieg auf 12,6 Milliarden Euro. Trotz Umsatzplus ging das bereinigte Ebitda um 15,5 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro zurück. Auch das Wachstum gesamt mit einem Plus von 2,7 Prozent bei 30,5 Milliarden Euro, ist für Metro- Verhältnisse ein eher bescheidenes Ergebnis. 

Russland- Geschäft mit den größten Verlusten.

Bild: imago images

Im Segment Ost stieg der Umsatz in lokaler Währung deutlich um 11,2 %. Nahezu alle Länder trugen zu der positiven Entwicklung bei, vor allem getrieben durch die deutlich positive Entwicklung des HoReCa-Geschäfts. Den größten Umsatzzuwachs konnte stark inflationsgestützt die Türkei erreichen. Sogar in der Ukraine entwickelte sich der Umsatz trotz des länger anhaltenden Krieges positiv und stieg um 10,2 %.  Der berichtete Umsatz im Segment Ost stieg um 4,1 % auf 10,4 Milliarden Euro. Hier wirkten sich jedoch auch negative Wechselkurseffekte in der Türkei, in der Ukraine und in Pakistan aus.

In Russland ging der Umsatz in lokaler Währung im Geschäftsjahr 2022/23 deutlich um −7,9 % zurück. Der russische Krieg in der Ukraine und die damit verbundene Kaufzurückhaltung wirkten sich auch hier negativ aus. Des Weiteren war das Geschäft durch den Cyberangriff stark beeinträchtigt. Das Vorjahr war zudem durch Vorratskäufe im Zusammenhang mit dem russischen Krieg in der Ukraine gestützt. Der berichtete Umsatz ging aufgrund negativer Wechselkurseffekte um −13,6 % auf 2,5 Milliarden Euro  zurück.

Ziel: 40 Milliarden bis 2030.

“obs/Metro Deutschland GmbH/METRO Deutschland”

In den kommenden Jahren will Metro sein Wachstumstempo steigern, den Kundennutzen maximieren und mit seinen Langfristzielen bis 2030 seine Position als ein führender Lebensmittelgroßhändler ausbauen. Dabei soll der Umsatz bis 2030 auf über 40 Milliarden EUR und das Ebitda auf über 2 Milliarden Euro anwachsen. Im Rahmen der Strategie plant das Unternehmen bis 2025 jährlich bis zu 2,5 % des Gesamtumsatzes zu investieren und diese Investitionen anschließend graduell auf bis zu 1,5 % des Gesamtumsatzes zu reduzieren. Für das laufende Geschäftsjahr plant der Konzern ein Umsatzplus von 3 bis 7 Prozent. 

Zur Erreichung soll weiterhin das Onlinegeschäft, die Zustellung und die digitalen Prozesse ausgebaut werden. Der Belieferungsanteil soll von 23 auf 33 Prozent steigen.Einer der größten Herausforderungen für Metro ist sicherlich das Russland– Geschäft. Das Ergebnis in Russland verringerte sich um 79 Millionen Euro auf nun 152 Millionen Euro. Umsatzerlöse betrugen 2,5 Milliarden Euro, was ein Minus von über 13 Prozent bedeutete. Besonders das letzte Geschäftsquartal musste einen Verlust von 40 Prozent verkraften. Auch kann man im Heimatland noch nicht voll zufrieden sein. Das bereinigte Ebitda ging hier um 32 Millionen Euro auf nun 135 Millionen Euro zurück.  Die Gründe liegen hier bei den Kostensteigerungen und in die Investitionen in Preis- Sortiments- und Bestandsbereinigungen im Konzern. Aber Insider gehen davon aus das der agile CEO alle Hebel in Bewegung setzten wird, um die METRO  für Zukunft sicher aufzustellen.

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