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Krieg in der Ukraine: Viele Händler helfen!

Krieg in der Ukraine macht viele Händler fassungslos – Solidarität im Handel ist groß.

“obs/Metro Deutschland GmbH/METRO Deutschland”

Viele deutsche Handelsunternehmen reagieren mit Bestürzung auf die aktuelle Entwicklung zum Angriffskrieg Russlands in der Ukraine. Viele Handelsunternehmen hierzulande haben Standorte und eigenständige Tochterfirmen in Russland.

Beispiel Metro: Die Metro ist bereits seit über 20 Jahren in Russland aktiv, hat in dem Land 93 Märkte und  ca. 10.000 Mitarbeiter und auch noch ca. 3,5 Millionen Quadratmeter Immobilienfläche. Auch in der Ukraine ist der Großhandelskonzern  mit 26 Märkten verankert und beschäftigt ca. 3400 lokale Mitarbeiter. Aktuell sind 16 Filialen vorsorglich geschlossen, so auch der Markt in Mariupol in der Ostukraine an der Grenze zu Russland. Die Metro hilft bei den Evakuierungen der Mitarbeiter und ihren Familien.

Der in der Ukraine tätige Lieferdienst Glovo hilft

Aktuell gilt auch für weitere Unternehmen, ihren Mitarbeitern in den Kriegsgebieten zu helfen, damit die Grundversorgung so gut es möglich ist, gewährleistet ist. Der in der Ukraine tätige Lieferdienst Glovo. Glovo ist ein spanisches Quick-Commerce-Startup, das 2015 in Barcelona gegründet wurde. Es ist ein On-Demand-Kurierdienst, der über seine mobile App bestellte Produkte kauft, abholt und liefert. Glovo hatte schon zu Beginn des Krieges reagiert und ihren Beschäftigten bei Umzügen in sicherere Gebiete und bei der Suche nach Unterkünften, geholfen.

dm hilft auch in den vier Anrainerstaaten der Ukraine

Das Unternehmen dm hilft auch in den vier Anrainerstaaten der Ukraine, also in Polen, der Slowakei, Ungarn und Rumänien und unterstützt hier Organisationen, damit Flüchtige versorgt werden können. Auch in Deutschland, wo mittlerweile Flüchtlinge aus der Ukraine angekommen sind, hilft dm. Die Teams der einzelnen Märkte dürfen vor Ort entscheiden,  ob sie Sach- oder Geldspenden vor Ort ausgeben wollen. Das Baumarktunternehmen Hornbach versorgt viele Flüchtlinge mit Heizmaterial, Decken oder sogar Notstromaggregaten.

Drogeriekette Rossmann steht sogar mit den Klitschko- Brüdern im engen Kontakt….

Die Drogeriekette Rossmann steht sogar mit den Klitschko- Brüdern im engen Kontakt. Darüber hinaus wurde in Polen ein Hotel in der Stadt Lodz angemietet, um Mütter und Kinder aufzunehmen, die am Grenzübergang in der Kälte teils schon mehrere Tage warten mussten. Hier wird auch psychologische Hilfe angeboten. Die tschechischen Kollegen konzentrieren sich auf Produktspenden, sowohl für die Bevölkerung in der Ukraine als auch für die neu ankommenden Flüchtlinge.

Die Branche hilft in der Ukraine…

Viele weitere Unternehmen, wie zum Beispiel Edeka, die Rewe– Group, Tesco oder die französische Kette Leclerc, helfen mit LKW- Lieferung von Lebensmitteln vor Ort. Die Schwarz Gruppe hat über 10.0 Mio. € bereitgestellt. Ein weiterer französischer Händler, Auchan, versucht noch seine Märkte, geöffnet zu halten, solange es überhaupt noch möglich ist. Lieferdienste, wie u.a. Picnic, zeigen sich auch solidarisch und wollen sogar eine Stiftung für geflüchtete Menschen aus dem Kriegsgebiet, gründen. Das ist durch eine Meldung auf Linkedin bekannt geworden.

Es gibt sicher noch mehr Unternehmen, die nicht alle im Text aufgeführt sind, die auch in den Kriegsgebieten helfen und unterstützen.

Was haltet ihr von diesen Hilfen? Bitte schreibt uns indes eure Meinung auf Supermarkt Inside.

Bilder: Archiv Supermarkt-Inside

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