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Der LEH in der Ukraine kämpft um die Grundversorgung

Der Einzelhandel in der Ukraine kämpft um die Grundversorgung.

Bild: imago images

Der Krieg in der Ukraine dauert nun schon über zwei Monate an. Neben den schon bekannten Problemen in jedem Krieg, stellt dieser auch große und besondere Herausforderungen an die ansässigen Einzelhändler. Muss doch die Grundversorgung aufrecht erhalten bleiben. Eine besonders schwere Aufgabe, da viele Verteilzentren und Lagerflächen durch Bombardierungen zerstört sind.

 Grundversorgung: Lebensmittelhandel im Notbetrieb

Um hier einigermaßen die Grundversorgung zu gewährleisten zu können, bedarf es einer engen Zusammenarbeit zwischen Regierung, Hersteller und dem Händler. Hier konnte bereits für die Lebensmittellieferungen die ukrainische Post und die staatliche Eisenbahn eingesetzt werden. Einige Handelsunternehmen stellen nun gezwungenermaßen ihre Logistik dezentral um, was bedeutet, dass Sortimente auf Streckenlieferungen umgestellt sind.

ATB- Market ist aktuell der größte Händler in der Ukraine mit 1100 Filialen. ATB-Market ist ein national tätiger ukrainischer Discounter und gehört als Tochterunternehmen zum „AgroTechBusiness“-Konzern mit Hauptsitz in Dnipro. Das Unternehmen musste bereits 100 Märkte aufgrund von Plünderungen schließen.

Fuzzy Group, führendes Handelsunternehmen in der Ukraine

Über 100 ATB-Filialen schon geschlossen

Dazu sollen vier der insgesamt acht Läger nicht mehr einsatzbereit sein, da diese in Kampfgebieten liegen. Auch aus diesen Gründen wurden die Direktimporte aus Tschechien, der Türkei, dem Baltikum und auch Polen erhöht.

59 Märkte von Fozzy sind schon zerstört

Genau so hart es den Wettbewerber Fozzy Group getroffen. Die Fozzy Group ist eine der größten Handelsindustriegruppen in der Ukraine und einer der führenden ukrainischen Einzelhändler mit über 700 Filialen im ganzen Land. Neben dem Einzelhandel hat die Gruppe Geschäftsinteressen in der Lebensmittelproduktion, im Bankgeschäft, in der IT, in der Logistik und in der Gastronomie. Die Fozzy Group musste bereits über 430 ihrer Filialen schließen. Allein davon sind 59 Märkte zerstört. Auch hat es verschiedene Läger durch Kriegsangriffe getroffen. Ein Tiefkühllager in Kiew ist zerstört, sowie ein Lager in Charkiw. Das anspruchsvolle Ziel von Fozzy Group ist es, in den nächsten Wochen zumindest 20 bis 30 Filialen wieder zu öffnen.

Foto: ATB Wikipedia

Die Metro betreibt in der Ukraine 26 C&C Märkte, 5 sind stark betroffen und sind demzufolge  zu!

Auch ein deutscher Handelsriese ist vom Krieg in der Ukraine stark betroffen. Die Metro Group betreibt in der Ukraine 26 C&C Märkte. 10.000 Mitarbeiter und 93 Filialen in Russland, 3.400 Beschäftigte in den 26 Märkten in der Ukraine, Geschäftsvolumen über drei Milliarden Euro. In der Ukraine sind aktuell fünf Filialen, die in Kriegs- und Kampfgebieten liegen, geschlossen. Die Lage für die Metro Group  in der Ukraine ist zur Stunde noch unübersichtlich und man versucht als Konzern, besonders den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen so gut es möglich ist, zu helfen.

Fakt ist, dass mit der zu erwartenden Großoffensive im Osten der Ukraine, auch mit einer Verschlechterung der Lage zu rechnen ist.

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Fotos: Archiv Supermarkt-Inside

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