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Handel spendet Millionen – Polen hilft der Ukraine

Große Unterstützung von Polen für die Ukraine – viele internationale Handelsunternehmen spenden Millionenbeträge u.v.m.

Die Hilfsbereitschaft der Polen angesichts des Krieges in der Ukraine ist enorm. Soziale Medien unterstützen mit Spendenaufrufen dabei, die von den Bürgern eingehen. Viele melden sich auch, Flüchtlinge zuhause aufzunehmen oder sogar schon an der Grenze abzuholen. Allein in den ersten vier Tagen der russischen Invasion haben mehr als 200.000 Menschen die Grenze zum Nachbarland überschritten. Aktuell sind es über eine Million Menschen. Dazu kommt noch, dass ca. 2 Millionen Ukrainer bereits in Polen leben. Eine Folge hiervon ist, dass viele Handelsunternehmen helfen, die z.B. auch Geschäfte in Polen betreiben.

Biedronka macht viel….

Der polnische Händler Biedronka hilft, dass seine Kunden auch bei ihrem täglichen Einkauf an Hilfe beteiligen können. Es gibt zwei Möglichkeiten: finanzielle Zahlung beim Bezahlen in traditionellen und Selbstbedienungskassen oder Teilnahme an der gemeinsam mit Food Banks organisierten Sammlung von notwendigen Grundbedürfnissen für Flüchtlinge. Dazu ist über ein Netzwerk noch eine Geldhilfe in Höhe von 5 Millionen Euro gesondert angekündigt. Außerdem bekommen die Mitarbeiter aus der Ukraine in Polen eine Geldunterstützung von 200 Euro. Auch der deutsche Handel hilft mit. Die Metro– Mitarbeiter helfen ihren ukrainischen Kollegen mit persönlichen Spenden und mit Unterkünften für Flüchtlinge. Wir sind sehr beeindruckt von der hohen Hilfsbereitschaft unserer Kollegen in den Nachbarländern der Ukraine, die Lebensmittel in die Ukraine liefern und Flüchtlingen unmittelbar an den Grenzen helfen.

Schwarz Gruppe (Kaufland und Lidl) hilft mit über 10.0 Mio. Euro

Bereits seit Beginn des Ukraine-Krieges hat die Schwarz Gruppe (Kaufland und Lidl)  mit verschiedenen Hilfsorganisationen vor Ort zusammengearbeitet und dabei Geld- und Sachspenden im Wert von drei Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Nun soll noch eine größere Warensumme, als Soforthilfe losgeschickt werden. Hier soll es sich um Ware im Wert von 10 Millionen Euro handeln. Diese sind vor allem länger haltbare Lebensmitteln, Heimtextilien und Hygieneartikel.

Aldi Polen senkte die Preise

Aldi Polen als direkter Nachbar der Ukraine spürt den Krieg sicher mehr als andere Aldi- Märkte. Denn viele Menschen flüchten zum einen über die Grenze, andere wiederum gehen in die Ukraine, um dort zu helfen oder um ihre dortigen Familien oder Verwandten zu helfen. Aldi Polen hat in mehreren Filialen in Grenznähe die Preise für über 1.200 Grundprodukte wie Lebensmittel oder Kleidung stark reduziert. Dazu ist ein Programm für betroffene ukrainische Mitarbeiter aufgelegt. Man hilft in rechtlicher oder medizinsicher Art und Weise den Menschen, die ihre Familien von der Ukraine nach Polen holen wollen. Auf Gruppenebene hat Aldi Nord schon 1 Million Euro an UNICEF überwiesen und weitere 500 000 Euro für lokale Hilfsorganisationen gespendet. Wie heute bereits berichtet sind 25 Trucks mit mit Babyartikeln gespendet von Aldi Nord in Zusammenarbeit mit der Caritas Essen nach Polen unterwegs.

Die Krise im Nachbarland kommt in einer Situation, wo in Polen eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten in der EU auf dem Papier steht. Hunderttausende offene Stellen und Jahre des Aufschwungs trotz der Corona– Pandemie. Die polnische Regierung hat aus diesem Grund auch Sondergesetze erlassen. So können polnische Arbeitgeber auch ohne Arbeitserlaubnis, Flüchtlinge sofort beschäftigen.

Was haltet Ihr von solchen Hilfen? Bitte schreibt uns indes eure Meinung auf Supermarkt Inside.

Bilder: Archiv Supermarkt Inside

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