Gorillas

Gorillas verlegt Sitz nach Frankfurt am Main

Gorillas: Operatives Geschäft bleibt aber vorerst  in Berlin

Screenshot Gorilla.de

Die Dachgesellschaft des Schnell-Lieferdienstes Gorillas hat mit Frankfurt einen neuen Firmensitz. Das operative Geschäft, die Postanschrift, wie auch alle Mitarbeiter, bleiben in Berlin. Die Gorillas Technologies GmbH mit Sitz in Berlin ist ein 2020 gegründeter Lieferdienst für Lebensmittel und andere Supermarktwaren in Großstädten. Dazu gehören eine Online-Bestellplattform, kleine Auslieferungslager in zentralen Lagen und angestellte Fahrradkuriere. Dieser Entschluss des Unternehmens könnte damit zusammenhängen, dass bereits im November letzten Jahres beschlossen ist, die GmbH in eine niederländische BV ,eine BV ist eine Gesellschaftsform niederländischen Rechts. “BV” ist die Abkürzung für “Besloten vennootschap met beperkte aansprakelijkheid” (niederländische Gesellschaft mit beschränkter Haftung) umzuwandeln. Der Eintrag in das Handelsregister soll bereits erfolgt sein. Der Firmensitz soll nach Amsterdam verlegt werden, steht allerdings noch nicht fest. Es ist in Hessen schon mehrfach vorgekommen, dass Unternehmen die Mainstadt Frankfurt als Übergang für einen Umzug ins Ausland genutzt hatten. 

Gorillas go to Frankfurt

Die niederländische Supermarktkette Jumbo arbeitet auch seit Januar diesen Jahres neuerdings mit dem Berliner Schnelllieferdienst Gorillas zusammen. Über seine App und Website bietet der Einzelhandelskonzern Kunden in den Niederlanden und Flandern die Möglichkeit, sich ihre Lebensmittel innerhalb von zehn Minuten von Gorillas-Kurieren liefern zu lassen. Jumbo wird außerdem einen großen Teil seines Sortiments an den deutschen Lieferdienst liefern. Im letzten Jahr betrug der Online-Umsatz bei Jumbo bereits 650 Millionen Euro. Die Information Gorillas, Frankfurt als neuen Firmensitz zu nutzen, kommt fast mit der Meldung einher, in Frankreich den Lieferdienst Frichti zu übernehmen. Aktuell ist der Übernahmevertrag noch nicht unterschrieben, aber dies scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Gibt es doch schon ein gemeinsames Foto mit den Frichti-CEOs Quentin Vacher und Julia Bijaoui  und dem Gorillas-CEO Kagan Sümer. Frichti ist für Gorillas insbesondere interessant , diese viel Erfahrung bei der Entwicklung von Eigenmarken und von Fertiggerichten besitzen.

Diese Übernahme ist sicher interessant für weitere Investorengespräche. 

Knapp eineinhalb Jahre nach der Gründung von Gorillas, wird das Unternehmen bereits ca. 2,5 Milliarden Euro bewertet. Der Restaurant-Lieferdienst Delivery Hero stieg bei der dritten Finanzierungsrunde mit 200 Millionen Euro bei Gorillas ein und steuerte damit den größten Brocken zu der knapp eine Milliarde Dollar (860 Millionen Euro) schweren Kapitalshilfe bei. Aktuell ist es so, dass der Gründer Kagan Sümer 12,4 Prozent Anteile an Gorillas  besitzt, weitere Anteile haben ein Tech- Investor aus New York mit 23,2 Prozent, der Lieferdienst Delievery Hero mit 8,8 Prozent, sowie verschiedene andere Investoren mit ca. 15 Prozent.

Aber es gibt auch in Rotterdam Widerstand!

In den Niederlanden gehen jetzt auch Rotterdam die Türen der Dark Stores zu. Nach Amsterdam greift die zweite Großstadt zu deutlichen Maßnahmen gegen die Lieferdienste und ihre Dark Stores. Nach Insider-Infos sind die über das Stadtgebiet verteilten Shops vorläufig nicht mehr nutzbar. Die Zahl der Beschwerden der Anwohner über blockierte Bürgersteige und hohe Lärmpegel sei stark angestiegen, auch sei die Zahl der Unfälle im Straßenverkehr angewachsen. Die versprochenen kurzen Lieferzeiten der Fahrradkuriere sind nur mit Hilfe der kleinen Verteilzentren möglich. Da dies aber keine öffentlichen Supermärkte seien, sondern Lagerräume, dürften sie aus den Wohngebieten verwiesen werden. Auch in Deutschland nehme die Zahl der Dark Stores zu und der Unmut der Anwohner wachse ebenfalls.

Man darf auf weitere Expansionen oder Investitionen von Gorillas gespannt sein.

 

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Titel-Bild: Archiv Supermarkt-Inside

 

 

 

 

 

 

 

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