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Amazon Fresh zieht der Konkurrenz davon

Amazon macht Power

Erhöhter Druck lastet seit April auf Edeka- Lieferant Bringmeister, Kaufland und Co.. Und das nicht ohne Grund: Florian Baumgartner, Deutschlandchef von Amazon Fresh, legt in Reichweite, Angebot und Service massiv nach. Seit dem Start vor zwei Monaten in Berlin, hat sich Amazon Fresh an die umkämpfte Spitze der Lebensmittel- Lieferanten gesetzt. Und das, obwohl die klassischen Riesen der Branche früher zur Stelle waren. Die Ursache liegt an den drei Erfolgsfaktoren Reichweite, Angebot und Service.

Kometenhaftes Wachstum

Während Fresh anfangs nur vereinzelte Stadtteile erreichte, kann der Dienst inzwischen das gesamte Stadtgebiet von Berlin und Potsdam sowie Umland beliefern. Hier zeigt die Konkurrenz noch keine Präsenz. Ermöglicht wird dies unter anderem durch den leistungsstarken DHL Kurier. In puncto Sortiment legt Amazon die Messlatte ebenfalls hoch: Obwohl im April das Sortiment 80000 Artikel umfasste, kann der Kunde jetzt auf über 100 000 Waren zugreifen. Zum Vergleich: Kaufland wirbt zum Online- Start mit “über 10 000 Artikeln”; eine fragliche Konkurrenzfähigkeit. Eine weitere Besonderheit stellt das steigende Sortiment an Käse- und Wurstwaren dar. Diese werden an einer digitalen Theke gekauft, an welcher der Preis je nach Gewicht wie gewohnt vom Kunde bestimmt werden kann. Auch der Service im Bereich der frischen Lebensmittel ist somit kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Ein schwerer Schlag für Konkurrenz Bringmeister, die sich hiermit an die Spitze setzen wollte.

UK machts vor

Die Erfahrungen des letzten Jahres in Großbritannien haben Amazon geholfen. Nach dem Kauf von Whoole Foods, ist Fresh nun seit einem Jahr in London am Start. Neben dem Wachstum an Reichweite und Sortiment erhöht vor allem der Service den Wettbewerb: Lieferfenster von einer Stunde, taggleiche Zustellung und eine neue “Frische- Bäckerei” haben die Kraft, die Kundenerwartungen an den Handel erheblich zu steigern. Der Umsatz in UK wird für 2017 auf 36 Mio. Euro geschätzt, in Deutschland auf 11 Mio. Euro. Dass Online- und Offline- Handel nicht mehr voneinander zu trennen sind, sollte 2017 nun jeder verstanden haben.

Foto: Wikipedia,Visitor7
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