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Umsätze

Umsatz-Wachstum nicht zu verhindern

Der Umsatz boomt

Während die Inflationsrate im Monat Juli mit 1,1 % sich wieder langsam der Wichtigen 1,0 % Marke nähert, ist die Preissteigerung für Lebensmittel, Alkohol und Tabak mit +2,0 % immer noch erstaunlich hoch. Der Lebensmitteleinzelhandel kann frohlocken über die schönen Umsatz-Zuwächse, denn diese 2,0 % sind keine Eigenleistung, sondern einfach Rahmenbedingung.

Wenn man jetzt noch bedenkt, dass der Trend zu höherwertigen Lebensmitteln aus dem Bereich Bio, Exquisit Marken und Nachhaltigem geht, sollte normalerweise derzeit kein Händler unter 3 % Wachstum dastehen. Die Kostenstrukturen sind im gleichen Zeitraum deutlich weniger stark gewachsen, so dass eine hohe Wirtschaftlichkeit der Händler in diesem Jahr wahrscheinlich nicht zu verhindern ist. Das notwendige Geld ist bei den Verbrauchern vorhanden. Insbesondere die Ausgaben für Dienstleistungen, Investitionen, Reisen und Mieten wachsen langsamer. Das gesamte Konsumklima weißt hingegen ein leichtes Minus auf.

Preise können wieder rutschen

Was war das doch für ein superheißer Sommer in 2018. Statt Schweinenacken wurden wir Menschen monatelang von der Sonne durchgegrillt. In deren Folge erlebten wir aber auch deutliche Preissteigerungen nach den Ernten des letzten Jahres. Getreideprodukte waren massiv davon betroffen. Aber auch Milchprodukte und ganz besonders Fleisch schossen in die Höhe, wie eine Rakete. Für 2019 sehen die Ernteerwartungen deutlich euphorischer aus. Auch wenn Erdbeeren, Spargel und viele Markenhersteller das Preisbild nach oben geschoben haben, dürfte in der zweiten Jahreshälfte eine starke Gegenbewegung einsetzen. Die 2,0 % Inflationsrate könnte damit nur ein kurzes Gastspiel auf der 2019er Reise dargestellt haben.

Jetzt noch Gas geben

In Anbetracht dieser Vorschau sind so manche Händler gut beraten, wenn sie jetzt noch eine kleine Schippe oben drauf legen. Noch zwei bis drei umsatzgeile Monate mit 5 bis 10 % Umsatzplus lassen das Jahresergebnis 2019 ungefährdet zu Ende gehen. Strategisch kann man für eine solche Maßnahme natürlich nicht vorgehen. Da müssen noch ein paar scharfe Aktionen her. Oder tolle Zweitplatzierungen mit werthaltigen Produkten, wie Wein oder Sekt. Auch Grillfleisch und beste Frische zu der noch heißen Jahreszeit ist natürlich perfekt. Tja, und die Vorbereitungen auf einen Jahresendspurt sollten auch schon langsam anlaufen.

Wie lief bei euch das Geschäft bis Ende Juli? Seid Ihr in Feierlaune oder tief betrübt? Schreibt uns auf Supermarkt Inside oder unserem Facebook Account.

 

Bilder: Archiv Supermarkt Inside

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