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Veränderte Rechnungslegung bei Edeka

Konzern-Ertrag sinkt durch veränderte Rechnungslegung

Edeka hat im vergangenen Jahr Rekord-Umsätze eingefahren. Der Jahresüberschuss des Konzerns ist dennoch von 361,7 Millionen Euro auf 301,1 Millionen gesunken. Für schlaflose Nächte sorgt das in Hamburg allerdings nicht. Grund für den sinkenden Betrag ist eine veränderte Rechnungslegung. Ergebnisse der regionalen Großhandlungen fließen nicht mehr wie bisher zu 50 Prozent, sondern nur noch zu 20 Prozent in die Konzernrechnung ein. Grundlage für die Bilanzierung ist nun die wirtschaftliche Beteiligungsquote der Zentrale an den Regionen. Diese liegt bei genau den 20 Prozent, die jetzt nur noch mit in die Bilanz einfließen. In den letzten Jahren wurde die gesellschaftliche Beteiligungsquote als Basis genommen. Hier steht der Konzern auf Augenhöhe mit den Regionen, sodass 50 Prozent in die Bilanzen mit aufgenommen werden konnten.

Firmenwerte steigen rasant

Viel zu tun also für die Mitarbeiter in der Finanzabteilung des Konzerns. Und die Arbeit wird nicht weniger. Nachdem die Firmenwerte nach den Übernahmen von Netto, Marktkauf und Plus die Konzernbilanz lange belastet haben, hatte man sie im vergangenen Jahr bis auf 365 Millionen Euro abgeschrieben. Die Freude darüber war nur kurz zu genießen. Denn die Übernahme der restlichen Netto Anteile Ende 2020 hat die Firmenwerte wieder auf 1,009 Milliarden schießen lassen. Die Firmenbilanz wird das in den nächsten Jahren verarbeiten müssen. Dabei muss die Zentrale ohne die Hilfe der Regionen auskommen. 2009 hatten die Regionen noch durch Verzicht von Ausschüttungen rund 600 Millionen Euro an Kapital an die Zentrale geschoben, damit die Bilanz zurechtgerückt werden kann. Zudem müssen noch rund 400 Millionen geliehene Euro für die Übernahme von Netto bis 2030 zurückgezahlt werden.

Hohe Investitionen bei Edeka

Trotz all dieser Belastungen investiert Edeka kräftig in die Zukunft. Allein im laufenden Geschäftsjahr werden rund 2 Milliarden Euro für die Expansion und die Modernisierung von Märkten, Logistikzentren und Produktionsstätten in die Hand genommen. Außerdem sollen die Fachmarktkonzepte weiter ausgebaut werden. Vor allem der Drogeriehändler BUDNI steht hier im Mittelpunkt der Planungen.

Viel los also in der Hamburger Konzern Zentrale. Was sagt ihr zu der veränderten Rechnungslegung von Edeka? Bitte schreibt uns eure Meinung auf Supermarkt Inside oder bei Facebook

 

Bilder: Archiv Supermarkt Inside

 

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